One of a Kind | Online Only
One of a Kind | Online Only | Auction: 09.05.2019

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Götz, Karl Otto
1914 Aachen - 2017 Wolfenacker
Karl Otto Götz ist einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Informel und bekannt für seine gestisch-abstrakte Malerei. Anfang der 1950er Jahre findet er zu der für ihn typischen Malweise, indem er eine Rakeltechnik entwickelt: In schnellen Arbeitsgängen setzt er mit dem Pinsel dunkle Farbe auf einen hellen Malgrund und trägt anschließend diese mit einer Rakel teilweise wieder ab. Auf diese Weise bannt er die Farben in Wogen auf die Leinwand oder auf das Papier. Von 1932 bis 1935 besucht Götz die Werbeschule sowie die Kunstgewerbeschule in Aachen. In dieser Zeit malt er erste abstrakte Kompositionen, wodurch er ab 1933 Malverbot erhält. Von 1936 bis 1945 leistet er Militärdienst. In der Nachkriegszeit widmet er sich dann wieder ganz seinem künstlerischen Schaffen und führt seine abstrakte Malerei weiter voran. Als einziger deutscher Künstler wird er 1949 Mitglied der bereits 1948 gegründeten Künstlergruppe COBRA, so erhält er wichtige Kontakte zur europäischen Künstleravantgarde. Von 1959 bis 1979 lehrt er als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Götz zeigt seine Arbeiten bei wichtigen Ausstellungen, so etwa auf der documenta 1959 und der XXXIV. Biennale von Venedig 1968. Zudem erhält er wichtige Preise, wie z.B. 1948 den Kunstpreis Junger Westen, 1956 den Westfälischen Kritikerpreis, 1996 den Staatspreis für Malerei des Landes Rheinland-Pfalz, 2000 den Goldenen Ehrenring der Stadt Aachen und 2007 das Bundesverdienstkreuz. 2013 widmet ihm die Neue Nationalgalerie in Berlin eine umfassende Retrospektive. Vertreten unter anderem in: - Nationalgalerie Berlin - Kunstsammlungen der Bundesrepublik Deutschland - Museum Ostwall im Dortmunder U - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf - Museum Folkwang, Essen - Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig - Stedelijk Museum Amsterdam - Tate Britain, London - Tate Modern, London - Harvard Art Museum, Cambridge/USA
Untitled. 1985. Gouache on PVC foil. 22.5 x 14cm. Signed and dated lower right: K.O. Götz 85.

Estimate: 1.000 - 1.500 €

One of a Kind | Online Only | Auction: 09.05.2019
Lot closed
Result: 1.100,00 €
Höckelmann, Antonius
1937 Oelde - 2000 Köln
Der Bildhauer und Maler gehört zu den außergewöhnlichsten Künstlern seiner Generation. Bekannt wird er Mitte der 1960er Jahre mit großen Zeichnungen, dann auch mit bizarr wuchernden Plastiken. In den zwischen Figuration und Abstraktion changierenden Arbeiten umkreist er u.a. die Themen Eros, Gewalt und Tod, wobei er die Motive Mensch und Tier (v.a. Pferd und Vogel) in den Mittelpunkt stellt. Inspirationen hierzu findet er in der Mythologie, Literatur und der unmittelbaren Umgebung. Nach einer Holzbildhauerlehre studiert Höckelmann von 1957 bis 1961 an der Berliner Kunsthochschule bei Karl Hartung. Während des anschließenden Aufenthalts in Neapel beschäftigt er sich mit der manieristischen und barocken Skulptur. So gelangt er zu der für ihn typischen überzeichneten Physiognomie seiner Gestalten sowie der werkimmanenten Dynamik. Dem Prinzip des organischen Wachstums folgend, entwickelt er seine Plastiken unter Verwendung verschiedenster Materialien (z.B. Holz, Gips, Styropor, Aluminiumfolie, Bronze) und bemalt sie meist abschießend. Auch für seine Zeichnungen und Gemälde nutzt er unterschiedliche Techniken. Bei ihnen erzeugt er mittels der Linie eine spannungsvolle Komposition, die er durch die expressive Farbgebung steigert. So surrealistisch seine Arbeiten wirken mögen, Höckelmann geht bei ihrer Entstehung immer überlegt und kontrollierend vor. Obwohl er an wichtigen Ausstellungen teilnimmt, wie der documenta 1977 und 1982, entzieht er sich weitestgehend dem Kunstbetrieb und arbeitet ab 1970 im Stillen" in seinen Kölner Ateliers. Vertreten unter anderem in: - Lehmbruck Museum, Duisburg - Gustav-Lübcke-Museum, Hamm - Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe - Museum Ludwig, Köln - Saint Louis Art Museum/MO
Skullyfahrer II. 1987. Coloured chalk on thin card. 70 x 100cm. Signed and dated along the lower edge: Antonius Höckelmann 87. Inscribed on label...

Estimate: 800 - 1.200 €

One of a Kind | Online Only | Auction: 09.05.2019
Lot closed
Result: 750,00 €

Höckelmann, Antonius
1937 Oelde - 2000 Köln
Der Bildhauer und Maler gehört zu den außergewöhnlichsten Künstlern seiner Generation. Bekannt wird er Mitte der 1960er Jahre mit großen Zeichnungen, dann auch mit bizarr wuchernden Plastiken. In den zwischen Figuration und Abstraktion changierenden Arbeiten umkreist er u.a. die Themen Eros, Gewalt und Tod, wobei er die Motive Mensch und Tier (v.a. Pferd und Vogel) in den Mittelpunkt stellt. Inspirationen hierzu findet er in der Mythologie, Literatur und der unmittelbaren Umgebung. Nach einer Holzbildhauerlehre studiert Höckelmann von 1957 bis 1961 an der Berliner Kunsthochschule bei Karl Hartung. Während des anschließenden Aufenthalts in Neapel beschäftigt er sich mit der manieristischen und barocken Skulptur. So gelangt er zu der für ihn typischen überzeichneten Physiognomie seiner Gestalten sowie der werkimmanenten Dynamik. Dem Prinzip des organischen Wachstums folgend, entwickelt er seine Plastiken unter Verwendung verschiedenster Materialien (z.B. Holz, Gips, Styropor, Aluminiumfolie, Bronze) und bemalt sie meist abschießend. Auch für seine Zeichnungen und Gemälde nutzt er unterschiedliche Techniken. Bei ihnen erzeugt er mittels der Linie eine spannungsvolle Komposition, die er durch die expressive Farbgebung steigert. So surrealistisch seine Arbeiten wirken mögen, Höckelmann geht bei ihrer Entstehung immer überlegt und kontrollierend vor. Obwohl er an wichtigen Ausstellungen teilnimmt, wie der documenta 1977 und 1982, entzieht er sich weitestgehend dem Kunstbetrieb und arbeitet ab 1970 im Stillen" in seinen Kölner Ateliers. Vertreten unter anderem in: - Lehmbruck Museum, Duisburg - Gustav-Lübcke-Museum, Hamm - Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe - Museum Ludwig, Köln - Saint Louis Art Museum/MO

Untitled (Horseman). 1999. Mixed media on vellum. 70 x 100cm. Signed and dated at the bottom: Antonius Höckelmann. Framed. Not examined out of the...

Estimate: 500 - 700 €

One of a Kind | Online Only | Auction: 09.05.2019
Lot closed
Unsold

Schultze, Bernard
1915 Schneidemühl - 2005 Köln
Der Künstler ist einer der Hauptprotagonisten des deutschen Informel. Beeinflusst von Wols und Jean-Paul Riopelle, dem Tachismus und dem Action Painting entwickelt er ab 1951 eine ureigene gestisch-abstrakte Bildsprache, in der er das Unterbewusste, Subjektive, Spontane und Zufällige stets einschließt und auch immer wieder Bezug auf die Kunstgeschichte nimmt. Seine Bilder zeigen abstrakte Landschaften, bei denen die übereinandergelegten Farben reliefartig wuchern. Immer mehr lässt er diese Schichten in den Raum wachsen bis er sie vom Malgrund löst und sie zu eigenständigen Plastiken bis hin zu großen Installationen gestaltet (Migofs). In der beständigen Aufzeichnung malerischer Reaktionsketten schafft er dann auf meist monumentalen Leinwänden ein großartiges Spätwerk. Von 1934 bis 1939 studiert Schultze an der Hochschule für Kunsterziehung in Berlin und an der Kunstakademie in Düsseldorf. 1947 zieht er nach Frankfurt a.M. 1951 reist er erstmals nach Paris. 1952 gründet er mit Karl Otto Götz, Otto Greis und Heinz Kreutz die Gruppe Quadriga. In der Folgezeit nimmt er an vielen wichtigen Ausstellungen teil wie z.B. bei der Künstlergruppe ZEN 49 (1955) und an der documenta (1959, 1964, 1977). Ab 1964 unternimmt er Studienreisen in die USA, nach Asien, Mexiko und Guatemala. 1968 siedelt er nach Köln über. Von 1972 bis 1992 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Schultze erhält zahlreiche Ehrungen, so u.a. den Kunstpreis der Stadt Darmstadt (1967), den Lovis-Corinth-Preis (1986), den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen (1989) und den Binding Kulturpreis (2002 mit den Mitgliedern der Quadriga"). Vertreten unter anderem in: - Lehmbruck Museum, Duisburg - Museum Folkwang, Essen - Museum für Moderne Kunst, Frankfurt a.M. - Städel Museum, Frankfurt a.M. - Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen - Museum Ludwig, Köln - Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach - Tate Britain, London - Tate Modern, London - Kaliningrad State Art Gallery Seit Ende 2018 wird der Nachlass offiziell von der VAN HAM Art Estate betreut.

Untitled. Charcoal on card. 58 x 25cm. Monogrammed lower right: BS.

Estimate: 400 - 600 €

One of a Kind | Online Only | Auction: 09.05.2019
Lot closed
Unsold