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Thonet- Collection Thillmann
Thonet- Collection Thillmann | Auction: 22.01.2019 | Preview: 14.01.2019 - 21.01.2019

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Lot 8

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1.500 - 2.000 €

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1.500,00 €

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KINDERFAUTEUIL NR.11.
Gebrüder Thonet. Wien. Um 1860. Entwurf Gebrüder Thonet.

Buchenholz, massiv gebogen, Geflecht. 59x44x52cm. Sonne Typ I, Zahl ''792''.

Ausstellung:
-Sitzen - Liegen - Schaukeln, Möbel von Thonet, Grassi Museum für angewandte Kunst, Leipzig 2014.

Literatur:
-W. Thillmann, ''Perfektes Design, Thonet Nr. 14'', Kerber, Bielefeld 2015, S. 76 Abb. Nr. 110.


Mahagoniefarben gebeizt, poliert, im originalen Zustand.
Kindermöbel wurden ab 1860 produziert. Bereits auf dem Plakat von 1866 finden wir eine vollständige Garnitur an Kindermöbeln, spätere Modellnummer 1 und den passenden Tisch. Diese Modellnummer entspricht in der Gestaltung der Rückenlehne der des Sessels Nr.14. Von dem hier vorliegenden Kinderfauteuil sind außer diesem nur noch zwei weitere bekannt. Einer der beiden trägt zusätzlich noch die Kennzeichnung: ''GB.THONET Wien''.

Wegen des Rücklehneinsatzes bezeichnen wir ihn als Modell Nr. 11. Er wurde so nur für eine kurze Zeit produziert. Im Gegensatz zu allen späteren Kinderfauteuils hat er geschneckte Armlehnen, wie sie für die Großserie an Kindermöbeln später noch die Firma J. & J. Kohn hergestellt hat. Dieser Fauteuil hat alle Kennzeichen der frühen massiven Produktion. Innen und unter dem Sitz aufgesetzte Verstärkungen im Bereich der Befestigung: Hinterbeine - Sitzring. Ob die Vorderbeine eingeschraubt sind kann zerstörungsfrei nicht festgestellt, jedoch angenommen werden. Die Armlehnen bestehen aus jeweils zwei massiv gebogenen Teilen und sind in die Rückenlehne eingehängt, wobei das in den Holm eingesetzte Metallteil unten noch den frühen eckigen Abschluss hat. Im Bereich der Biegung hin zu den Rücklehnholmen ist ein kurzer Teil der Armlehnen angeschäftet. Bei dem in der Sammlung vorhandenen frühen Fauteuil Nr. 3 (Los 61) ohne Fußring finden wir die gleiche Konstruktion, nur dass dessen längerer geschneckter vorderer Teil noch aus drei einzelnen verleimten Teilen besteht. Der Grund für diese spezielle Konstruktion der zweiteiligen Armlehnen bei beiden Fauteuils liegt darin, dass die Biegung von etwa 90 Grad nach oben bei gleichzeitiger seitlicher Verdrehung innerhalb dieses Bereichs in dieser frühen Phase technisch zu schwierig zu bewerkstelligen war. Die Querschnitte waren für eine dreidimensionale Biegung innerhalb eines so kurzen Abschnitts noch zu stark, eine dreidimensionale Biegung noch nicht möglich



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