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Alte Kunst
Alte Kunst | Auktion: 16.05.2019 | Vorbesichtigung: 10.05.2019 - 13.05.2019

Los beendet

Los 904

15.000,00 €
Nachverkauf bis
14.06.2019 - 17:00:00
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Prager Schule - um 1600

Anbetung der Hirten. Öl auf Pietra Paesina. 23 x 26,5cm. Rahmen.

Provenienz:
- Sammlung Barthold Suermondt (1818-1887), Aachen;
- in der Erbfolge im Familienbesitz, Rheinland.

Vgl. Literatur:
- Ausst. Kat. ''Die Entdeckung der Natur - Naturalien in den Kunstkammern des 16. und 17. Jahrhunderts''. Naturhistorisches Museum Wien 2007, S. 169ff.
- Ausst. Kat. ''Prag um 1600 - Kunst und Kultur am Hofe Rudolfs II.'' Kulturstiftung Ruhr, Essen 1988.

Hans von Aachen (1552-1615), Joseph Haintz (1564-1609) oder Hans Rottenhammer (1564-1625), das sind die berühmtesten Maler, die in den Jahren um 1600 im Auftrag des Prager Kaisers Rudolf II. kleinformatige Gemälde auf kostbaren Steinen anfertigten. Meist sind dies außergewöhnliche Kalksteine, die unter dem Überbegriff 'Alabaster' bekannt sind, aber auch Schiefersteine oder - besonders eindrucksvoll - Lapislazuli. Deren auffällige Verfärbungen und Maserungen waren Anregung und Ausgangspunkt der Darstellungen. Die glatte und harte Oberfläche der Steine erlaubte eine besonders feine Maltechnik, bei der auch die Farbigkeit des Materials in den Bildaufbau mit einbezogen wurde. Bei der hier vorliegenden Platte ergibt sich die Höhle, in der die Hirten das Christuskind anbeten, aus den Schwüngen der Steinmaserung.

Diese besondere Art der Malerei, besonders auch in ihrer Kostbarkeit, erlebte eine Blüte im Umkreis der Pager Hofschule; erlernt haben die Künstler sie nach dem Vorbild der manieristischen Malerei in Italien, wie sie z.B. der Römer Guiseppe Cesari (1568-1640) erfolgreich beherrschte. Auch erfuhr die Erforschung der Natur durch die Versammlung zahlreicher Gelehrter wie z.B. auch Mineralogen am humanistisch geprägten Hofe Rudolfs II. eine besondere Förderung, sodass diese räumliche Nähe inspirierend wirkte für die dortigen Hofmaler und Künstler.



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