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Modern, Post War & Contemporary
Modern, Post War & Contemporary | Auktion: 27.11.2019 | Vorbesichtigung: 22.11.2019 - 25.11.2019

Los beendet

Los 66

Nachverkauf bis
10.01.2020 - 10:09:00
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Picasso, Pablo
1881 Malaga - 1973 Mougins
nach

Femme au Collier. Gemmail. Um 1955. Farbglas und Kunstharz auf Glas montiert. 94 x 62 x 1,5cm. Auf einem Glasplättchen im unteren Randbereich rechts der Schriftzug: GEMMAUX PARIS Brevéts S.G.D.G.

Die Arbeit befindet sich in der originalen Rahmung (119 x 85,5cm).

Zu dieser Arbeit liegt eine Bestätigung der Provenienz von Marina Ruiz-Picasso vom 27. August 2016 vor.

Wir danken Patrice Navarre für seine freundlichen Unterstützung.

Provenienz:
- Marina Ruiz-Picasso (durch Erbfolge seit 1974)
- Privatsammlung Luxemburg


Ergänzung: Bei der Arbeit handelt sich vermutlich um eines der ersten Gemmails aus der Hand von Jean Crotti und wohl nicht von Roger Malherbe. Es wurde Picasso vorgestellt und hat ihn so beeindruckt, dass er die Erstellung weiterer Gemmails daraufhin authorisierte. Diese Arbeit verblieb bis zu seinem Tod in Picassos Sammlung. (24-11-19)

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine absolute Rarität auf dem Kunstmarkt - ein faszinierendes Glasmosaik - auch "Gemmail" genannt -, das um 1955 nach einem bekannten Gemälde von Picasso, erstellt wurde.
Die Kunstform "Gemmail" (Plural Gemmaux ) wurde in den 1930er Jahren vom französischen Maler Jean Crotti (1818 - 1958) erfunden. Das Wort Gemmail ist die Verbindung von den Wörtern "gemme" (Edelstein) und dem Medium Emaille. Crotti wollte eine Kunstform entwickeln, die Licht auf eine neue Art und Weise in die Kunst einbezieht. Das gelingt ihm mit dem Schichten und Kleben von farbigen Glasstücken, wodurch transluzide Kompositionen entstehen. In dem französischen Physiker und Geschäftsmann Roger Malherbe-Navarre (1908 - 2006) findet er einen großen Unterstützer in der technischen Umsetzung und Entwicklung dieser Kunstform. Absolut überzeugt von der Technik und seiner Ästhetik erwarb Malherbe-Navarre 1955 das Patent von Crotti und gründete das Pariser Studio namens "Les Gemmaux de France", wo Werke von sogenannten Gemmistes realisiert werden.
Aufmerksam auf diese Kunstform wurde Pablo Picasso durch Jean Cocteau. Etwa 1954 ließen Malherbe-Navarre und Crotti das Gemälde "Le Coq" von Pablo Picasso (1881 - 1973) aus dem Jahr 1938 nachbilden, das großen Zuspruch bei Picasso fand. Er stimmt der Herstellung von weiteren Gemmaux zu und tituliert: "Eine neue Kunst ist geboren - Les Gemmaux". So entstanden in den 1950er Jahren über 50 Gemmaux nach Gemälden des Künstlers aus allen Phasen seines Schaffens, darunter "Mere et enfant" von 1921 und "Les femmes d'Alger" von 1954. Die Strahlkraft, die diese von hinten beleuchteten Werke entfalten, begeisterte nicht nur Picasso, sondern auch weitere Künstler der Pariser Avantgarde wie George Braque und Kees van Dongen. Zahlreiche Werke werden als Gemmail bei Robert Malherbe-Navarre produziert. Die Gemmaux werden in den 1950er und 1960er Jahren vielfach international ausgestellt, u. a. im Metropolitan Museum of Art (1957) und bei Corning Glass (1959) in New York.
Als Vorlage für das angebotene Werk diente Picassos Gemälde "Femme au Collier" aus dem Jahr 1943 (Vgl. Christian Zervos, Catalogue Raisonné, Band 13, WVZ.-Nr. 149). Das Werk kann eine hervorragende Provenienz aufweisen. Es befand sich bis zu Picassos Tod in seinem privaten Besitz. Durch Erbfolge ging es in den Besitz seiner Enkelin Marina Ruiz-Picasso über.
Die Arbeiten wurden stets mit einem Leuchtkasten präsentiert, um den Werken den transluziden Charakter zu verleihen, der so typisch ist. Durch ein modernes LED Panel erstrahlt diese Arbeit nun wieder in einem neuen Glanz. Lassen Sie sich begeistern von der nuancierten Strahlkraft dieses Werkes, die Picasso auch einst so faszinierte.

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Bedingungen



Folgerechtabgabe
1

Differenzbesteuerung, MwSt. enthalten, gem. § 25a UStG nicht ausweisbar, nicht erstattbar

29,00 % Aufgeld auf den Zuschlagspreis



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