Modern, Post War & Contemporary
Modern, Post War & Contemporary | Auktion: 27.11.2019 | Vorbesichtigung: 22.11.2019 - 25.11.2019

Los beendet

Los 41

Taxe
100.000 - 150.000 €
Mindestgebot

100.000,00 €

Sie wollen ein Objekt von Max Liebermann verkaufen?
Objektbewertung
Experten

Möchten Sie Max Liebermann kaufen und zukünftig Angebote erhalten?
Newsletter & Suchkartei
Auktionsergebnisse zu: Max Liebermann
Liebermann, Max
Berlin 1847 - 1935

Blumenkübel im Wannseegarten. Um 1927. Öl auf Leinwand. 36 x 48cm. Bezeichnet verso auf dem Keilrahmen oben links sowie unten links: M. Liebermann. Modellrahmen.

"Der Datierungsvorschlag "1927" gründet sich auf die für diese Zeit charakteristische flüssige Malweise." (WVZ., S. 1179)

Provenienz:
- Hugo Cassirer, Berlin
- Reinhold Cassirer, Johannesburg
- Sotheby's, London 1975, Los 172, Abb.
- Sotheby's, Parke-Bernet, Johannesburg 1975, Los 20, Abb.
- Karl und Faber, München 1987, 174. Auktion, Los 963, Farbtafel 45
- Hauswedell und Nolte, Hamburg 1988, 272. Auktion, Los 761, Farbtafel 3
- Galerie Rosenbach, Hannover (1992)
- Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

Literatur:
- Eberle, Matthias: Max Liebermann, 1847-1935 - Werkverzeichnis der Gemälde und Ölstudien, Bd. II, 1900-1935, München 1996, WVZ.-Nr. 1927/14

Um der Hektik der Metropole Berlin entfliehen zu können, erwirbt Max Liebermann 1909 ein großes Grundstück direkt am Wannsee. Dort lässt er sich eine Villa von dem Architekten Paul Otto Baumgarten bauen, die der nun 63-jährige Liebermann mit seiner Familie schon im Jahr darauf beziehen kann. Im Obergeschoss richtet er sich ein Atelier ein. Den Garten legt Albert Brodersen, der spätere Stadtgartendirektor Berlins, an, wobei Liebermanns Freund und "Gartenformer" Alfred Lichtwark, damaliger Direktor der Hamburger Kunsthalle, beratend zu Seite steht. In den folgenden beiden Jahrzehnten verbringt Liebermann an diesem Ort der Ruhe die Sommermonate.

Ab 1914 beginnt er in vielen Bildern die verschiedenen, immer wieder neu entdeckten Ansichten des Gartens auf der Leinwand oder auf dem Papier festzuhalten. Sein Interesse gilt dabei nicht der Darstellung von Details, vielmehr sucht er seinen Eindruck angesichts der Vielfalt und Farbigkeit der Natur wiederzugeben. Hierfür ist das Gemälde "Blumenkübel im Wannseegarten" ein wunderbares Beispiel. Es zeigt den Blick nach Südwesten auf die Südterrasse, auf der zwei Pflanzenkübel mit blaublühendem Agapanthus stehen. Die Treppe im Vordergrund führt zu der großen Rasenfläche hinunter, an deren Rand zur Mauer hin ein Beet mit violetten Blüten angelegt ist. So unspektakulär der Ausschnitt dieses Gartenbereiches im grellen Sonnenlicht auch scheinen mag, so verleiht ihm Liebermann aus seiner Sicht heraus eine erstaunliche Lebendigkeit. Denn mit spontanem und schnellem Pinselstrich bringt der Künstler das durch einen leichten Wind entstehende Spiel von Licht und Schatten in unzähligen Grün- und Braunnuancen auf die Leinwand. Die sich daraus ergebende Dynamik steigert er noch mittels des kontrastreichen Rots der blühenden Heckenrosen. Die Flüchtigkeit dieses Augenblickes gibt Liebermann nicht nur durch die abstrahierende Darstellungsweise wieder, sondern auch durch die Skizzenhaftigkeit der Komposition, indem er das Weiß des Malgrundes in manchen Partien durchscheinen oder freistehen lässt. Auf diese Weise lässt uns Liebermann einfühlsam teilhaben an seinem Erlebten.

Los ausdrucken
| Los empfehlen
|

Bedingungen



Differenzbesteuerung, MwSt. enthalten, gem. § 25a UStG nicht ausweisbar, nicht erstattbar

29,00 % Aufgeld auf den Zuschlagspreis