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Fine Art | Auktion: 28.05.2020 | Vorbesichtigung: 22.05.2020 - 25.05.2020

Los ist verkauft

Los 1541

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Auktionsergebnisse zu: Frans II. Francken
FRANCKEN, FRANS II.
Antwerpen 1581 - 1642

und Werkstatt
Titel: Hochzeit zu Kanaa.
Technik: Öl auf Kupfer.
Maße: 55,2 x 72,8cm.
Bezeichnung: Signiert unten links: D. Ffranck inf.
Rahmen/Sockel: Rahmen.

Rückseitig auf der Tafel verschiedene Klebezettel.

Literatur:
- A. Blankert (u. a.): Jezus in de Gouden Eeuw. Ausst. Kat. Zwolle and Rotterdam 2000, S. 87 mit Abb.;
- W. Pijbes, M. Aarts, M. J. Bok (u. a.): At Home in the Golden Age. Ausst. Kat. Zwolle 2008, S. 102, Nr. 101 mit Abb.;
- H.-J. Raupp (Hrsg.): Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts der SØR Rusche-Sammlung, vol. 4, Historien und Allegorien. Münster/Hamburg/London 2010, S. 144-148, Nr. 21 mit Abb. (als Francken der Jüngere).

Ausstellungen:
- "Jezus in de Gouden Eeuw". Ausst. Kunsthalle Rotterdam, 09.09.2000 - 07.01.2001;
- "Freiheit, Macht und Pracht - Niederländische Kunst im 17. Jahrhundert". Ausst. Von der Heydt-Museum Wuppertal, 21.06. - 23.08.2009;
- "Gute Kunst? Wollen!". Ausst. Auf AEG Nürnberg, 19.09. - 17.10.2015, Nr. 101;
- "Vom Allmächtigen zum Leibhaftigen - Himmel und Hölle in der Sammlung SØR Rusche Oelde Berlin". Ausst. Kunsthaus Apolda, 10.01. - 28.03.2016;
- "Vom Allmächtigen zum Leibhaftigen: Religiöse Motive in der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin". Ausst. Kat, Westfälisches Museum Telgte, 10.06. - 4.09.2016.

Provenienz:
- Auktion Christie´s London, South Kensington, 5.07.2000, Lot 9, dort erworben. (Hier mit dem Kommentar von Dr. Urslua Härting, die nach Ansicht des Originals das Gemälde als Frans Francken II. mit Unterstützung der Werkstatt beschreibt.)

"Mittig, als zentrale Hauptperson des Geschehens ist die Braut in Frans Franckens Gemälde hervorgehoben. Ihr feiner porzellanfarbener Teint zieht als hellster Punkt die Blicke auf sich. Das kleine Haupt, auf dem ein goldenes Krönchen sitzt, hat sie ihrem Mann zugeneigt. Durch seine ihr ebenfalls zugewandte Körperhaltung entsteht eine harmonische Paarbildung.
Auf der anderen Seite der reich mit Delikatessen bestückten Festtafel sitzen einander zugewandt Maria und Jesus. Dieser stellt die eigentliche Hauptfigur innerhalb des biblischen Gleichnisses dar. Die Hochzeit ist lediglich die erzählerische Folie für sein frühestes, in der Bibel überliefertes, Wunder: Jesus verwandelt Wasser in Wein. Keine lebensnotwendige Tat, sondern das Fördern von Lebensfreude, Genuss und Überschwang an einem einzigartigen Festtag ist demnach die Intention seiner ersten Wundertätigkeit. Detailreich, in eleganter, noch leicht manieristischer Formensprache versteht es der Künstler, diesen heiteren Tag, der durch die Tat Jesu eine besondere Luxurierung erfährt, darzustellen.
Auch der zeitgenössische Künstler Julius Hofmann befasst sich in seinem Gemälde mit den schönen Seiten des Lebens. Sein Werk zeichnet sich dabei aber weder durch reiche Detailfülle, noch übermäßig große technische Virtuosität aus. Nahezu skizzenhaft ist auf dem quadratischen Bildfeld im knappen Ausschnitt lediglich ein geöffneter roter Mund sowie ein Stück der Nase zu sehen. Signalhaft wirkt das Bildmotiv durch seine gewollte Einfachheit und die gewählte Farbigkeit. Seit jeher ist das Motiv des roten Mundes mit positiven Eigenschaften konnotiert. Durch die Konzentration auf das Wesentliche lässt das Bild dem Betrachter die gesamte Bandbreite der Interpretationsmöglichkeiten offen, je nach individuellem Belieben und Vorlieben.
Nicht nur von romantischer Warte aus betrachtet, verliert der Themenkreis von Liebe, Lebensfreude und Lust glücklicherweise nie an Aktualität. Lediglich die Formen diesen darzustellen sind einem extremen Wandel unterworfen."
Prof. Dr. Teresa Bischoff

Die Versteigerung der SØR Rusche Collection haben wir als Konzeptauktion zwischen altmeisterlichen Gemälden und Werken zeitgenössischer Künstler entwickelt.
Aufgebaut in Dialogpaare kommunizieren die Kunstwerke miteinander, wobei jedes Stück als einzelnes Los angeboten wird.
Das vorliegende Los korrespondiert mit Los Nr. 1540.
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