Modern, Post War & Contemporary
Modern, Post War & Contemporary | Auktion: 30.11.2022 | Vorbesichtigung: 25.11.2022 - 28.11.2022

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Los 202 | Jörg Immendorff | National Galerie

Taxe
30.000 - 50.000 €
Ergebnis
43.560 €

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Auktionsergebnisse zu: Jörg Immendorff
IMMENDORFF, JÖRG
1945 Bleckede/Elbe - 2007 Düsseldorf

Titel: National Galerie.
Datierung: 2005.
Technik: Öl auf Leinwand.
Maße: 120 x 100cm.
Bezeichnung: Monogrammiert und datiert verso Mitte rechts mit der Bezeichnung: FF 05.
Rahmen/Sockel: Rahmen.


Dargestellt sind von links: Markus Lüpertz, Sigmar Polke und Jörg Immendorff.

Provenienz:
- Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

Literatur:
- Gohr, Siegfried: Jörg Immendorff - Werkverzeichnis Gemälde, Bd. III, 1999-2007, Köln 2015, WVZ.-Nr. III.325, Abb.

- Spätwerk des Künstlers nimmt Bezug auf seine große Retrospektive in der Neuen Nationalgalerie in Berlin 2005
- Immendorff zeigt sich im Gespräch mit seinen Künstlerkollegen Markus Lüpertz und Sigmar Polke
- Immendorff bildet zusammmen mit Markus Lüpertz, Sigmar Polke, Georg Baselitz, A.R. Penck und Gerhard Richter die Spitze deutscher Nachkriegskünstler auf dem internationalen Künstlermarkt

2005 ehrt die Neue Nationalgalerie in Berlin den bereits schwer von seiner Erkrankung gezeichneten Jörg Immendorff mit einer großen Retrospektive. Nur zwei Jahre später stirbt Jörg Immendorff.
Das Bild "Nationalgalerie" verweist mit seinem Entstehungsjahr 2005 sowie seinem Schriftzug, der in typisch immendorffscher Manier das Dargestellte kommentierend, rau ins Bild gesetzt ist, auf dieses Ereignis. In seinen "Café Deutschland"-Bildern aus den 1970er Jahren, die den Künstler bekannt gemacht haben, führt Immendorff auf großformatigen Leinwänden dichte, erzählerische Panoramen vor, die Bezug nehmen auf die politische Situation des geteilten Deutschlands. Die "Café de Flore"-Bilder von Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre rücken das zweite große Thema Immendorffs ins Blickfeld: das Künstlertum sowie die Reflexion darüber. Immendorff stellt sich in diesem opulenten Bilderzyklus, der auf den Pariser Intellektuellentreff in St. Germain des Kreises um Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir anspielt, immer wieder unter Künstlern und Intellektuellen dar. So auch in den zahlreichen, seit 1987 entstehenden "Freundesbildern", die auf Figuren der Kunstgeschichte sowie zeitgenössische Künstlerfreunde verweisen.
Die späte Arbeit "Nationalgalerie" knüpft hier an und zeigt Jörg Immendorff im Kreise seiner Künstlerkollegen Markus Lüpertz und Sigmar Polke. In einem medaillonartig gefassten, hellen Bildausschnitt, der sich vom einfachen, flächigen, dunklen Bildhintergrund ohne Andeutung einer Räumlichkeit abhebt, trifft Immendorff auf Markus Lüpertz und Sigmar Polke, die sich ihm zuwenden, in einer Gesprächssituation. Die Darstellung überzeugt durch die Konzentration auf das Wesentliche: die Begegnung der drei Malergrößen. Diese scheinen die großen Themen der Malerei zu verhandeln. Das künstlerische Gedankengut dieser drei Meister umhüllt so das Gemälde auratisch.
Jörg Immendorff wurde 1945 in Bleckede bei Lüneburg geboren und starb 2007 in Düsseldorf. Dort bekleidete er seit 1996 eine Professur an der Kunstakademie. Er ist dreimaliger documenta Teilnehmer und Träger des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland. 2006 erhält er den Goslarer Kaiserring. Immendorff ist eine der bedeutendsten und zentralen Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegskunst.

Ansprechpartner:
Hilke Hendriksen
Modern, Post War & Contemporary Art
+49 221 92 58 62 305

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Bedingungen



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1

Differenzbesteuerung, MwSt. enthalten, gem. § 25a UStG nicht ausweisbar, nicht erstattbar

32% Aufgeld auf den Zuschlagspreis


Inventar Nummer: 75111-5



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Absprache nach der Auktion.


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