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Europäisches Kunstgewerbe
Europäisches Kunstgewerbe | Auktion: 15.05.2019 | Vorbesichtigung: 10.05.2019 - 13.05.2019

Los beendet

Los 98

4.000,00 €
Nachverkauf bis
14.06.2019 - 17:00:00

JUGENDSTIL SENFGEFÄß.
Entwurf Henry van de Velde, um 1910. Ausführung Martin Mayer, Mainz.

Silber. Elfenbein. Leicht ausgestellter unterer Bereich, darüber zylindrische Wandung. Oberer Bereich in stilisierten Ranken durchbrochen mit schauseitiger Kartusche. Der scharnierte Deckel mit Elfenbein unterlegt und blütenartigem Reliefdekor. Ca. 68g. Höhe 9cm.

Mondsichel & Krone, Feingehalt 800 oder 900 (leicht verschlagen), Werkstattmarke Martin Mayer, Nummer 68. Zustand A/B.

Provenienz:
Privatsammlung Hessen.

Literatur:
- Föhl, Thomas & Neumann, Antje (Hrsg.): Henry van de Velde - Raumkunst und Kunsthandwerk - Ein Werkverzeichnis in sechs Bänden, Bd.1, Metallkunst, Leipzig 2009. Zu dem Auftrag für Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar siehe S.94ff.
- Kerssenbrock-Krosigk, Dedo von: Metallkunst der Moderne - Bröhan-Museum, Leipzig 2001, Band IV Metallkunst, Bröhan-Museum 1990, S.18ff.
- Ulmer, Renate: Museum Künstlerkolonie Darmstadt, Darmstadt 1990.
- Wiench, Peter (Redak.): Das große Lexikon der Antiquitäten, Hamburg 1980, S.524. Das Modell hier aufgeführt und abgebildet.

Den ersten Großauftrag für Korpussilber erhielt Henry van de Velde anlässlich der Hochzeit seines Förderers Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar mit Prinzessin Caroline von Reuß zu Greiz am 30. April 1903.
Die Bestellung des kostbaren Service, im Auftrag der Beamtenschaft, umfasste insgesamt 355 Teile. In enger Zusammenarbeit mit dem Weimarer Hofjuwelier Theodor Müller wurden die Modelle entwickelt. Die Ausführung des Service wurde aufgrund des Umfangs der Bestellung allerdings der Bremer Silberwarenfabrik Koch & Bergfeld übergeben, die Arbeiten aber vermutlich nur mit den Signets van de Veldes und Theodor Müllers versehen (Föhl & Neumann, 2009, S.96 und S.98). Das Geschenk für die großherzogliche Tafel rief bei Zeitgenossen große Begeisterung hervor und in den folgenden Jahren wuchs das Sortiment an Silberentwürfen van de Veldes stetig an (ebd. S.100ff.).

Eine weitere Ausführung des hier vorliegenden Senfgefäßes befindet sich in der Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg (Wiech, 1980).

Die Mainzer Silberwarenfabrik Martin Mayer führte auch Entwürfe der Künstler der Darmstädter Mathildenhöhe aus, wie beispielsweise für Patriz Huber (Ulmer, 1990, S.117ff.) oder Peter Behrens.

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