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Decorative Art | Auktion: 01.06.2021 | Vorbesichtigung: 27.05.2021 - 30.05.2021

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Los beendet

Los 33 | Köln | Kreuzwegstation Christus vor Pilatus

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Auktionsergebnisse zu: Köln
KREUZWEGSTATION CHRISTUS VOR PILATUS.

Köln.
Datierung: Datiert 1912.
Meister/Entwerfer: Heinrich Birgel.
Technik: Messingplatte graviert und tlw. farbig gefasst. Originale Rahmung mit aufwendig gestaltetem Steinbesatz.
Beschreibung: Vielfigurige Darstellung, Christus steht gefesselt vor Pilatus, dieser wäscht sich
die Hände in Unschuld. Unterhalb der Szene beschriftet JESUS WIRD ZUM KREUZESTODE
VERURTEILT.
Maße: Mit Rahmen 103 x 89cm.
Marke: Unten links bez. H. Birgel pinx Köln 1912.

Literatur:
-Werner Schäfke: Goldschmiedearbeiten des
Historismus in Köln, Köln 1980. Zu Heinrich
Birgel siehe S.188ff.
-Paul Clemen: Der Dom zu Köln, Düsseldorf
1938. Siehe die Grabplatte für Erzbischof Anton Fischer S.276.

Die Werkstatt des Kölner Ciselierers, Gravierers und Goldschmieds Heinrich Birgel war
seit 1890 nachweisbar und bestand bis 1914.
Birgel hatte einen ausgezeichneten Ruf in der Herstellung gravierter großformatiger Objekte wie etwa Tabernakeltüren oder Grabplatten. Oftmals lieferte Wilhelm Mengelberg die Entwürfe. In vielen Kölner Kirchen sind Arbeiten von Heinrich Birgel zu finden. So etwa die 1914 gefertigte Grabplatte für Erzbischof Anton Fischer im Hohen Dom zu Köln.

Die hier vorliegende Messingplatte im romanischen Stil wurde erstmals 1913 zusammen mit einer zweiten Kreuzwegstation der Öffentlichkeit präsentiert. Die zweite kleinere Tafel im frühgotischen Stil, zeigte wie Jesus das Kreuz auf seine Schultern nimmt. Leider ist diese Arbeit heute verschollen, während die erste Szene dauerhaft in Familienbesitz war. Die Tafeln sind nicht als Teil eines ganzen Kreuzweges gedacht, sondern sollten als autonomes Kunstwerk wahrgenommen werden. "Wiewohl von kleinerem Format erscheint es nicht nur in technischer Hinsicht plausibel, in der vorliegenden, ausdrücklich einen eigenen Entwurf umsetzenden Kreuzwegstation eine Werbung für die Domaufträge zu erkennen." So ist wohl auch der Rückgriff auf romanische und gotische Formen als direkte Reaktion auf den sog. Gotikerlass Kardinal Fischers aus dem Jahr 1912 zu verstehen..

Ansprechpartner:
Susanne Mehrgardt
Kunstkammer
Decorative Art
+49 221 92 58 62 400

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