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Fine Art | Auktion: 28.05.2020 | Vorbesichtigung: 22.05.2020 - 25.05.2020

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Los 1521

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Auktionsergebnisse zu: Michiel van Musscher
MUSSCHER, MICHIEL VAN
1645 Rotterdam - 1705 Amsterdam

Titel: Künstler am Zeichentisch im Atelier.
Technik: Öl auf Leinwand.
Montierung: Doubliert.
Maße: 43 x 37,5cm.
Bezeichnung: Signiert und datiert unten links im Teppich: Michiel v. Musscher pinxit / Anno 1693.
Rahmen/Sockel: Rahmen.

Das vorliegende Gemälde wird von Dr. Robert Gerhardt in den in Vorbereitung befindlichen Catalogue raisonné der Werke Michiel van Musschers aufgenommen.

Literatur:
- H. van Hall: Portretten van Nederlandse beeldende kunstenaars, Amsterdam 1963, S. 223, Nr. 1476.3;
- P.J.J. van Thiel: Michiel van Musschers vroegste werk naar aanleiding van zijn portret van het echtpaar Comans. In: Bulletin van het Rijksmuseum, vol. 17, 1969, S. 3, Fußnote 21;
- W. Russell: 17e-eeuwse schilderijen uit de verzameling Willem Russell. Ausst. Kat. Amsterdam 1970, S. 82, Kat.Nr. 59 mit Abb.;
- P.J.J. van Thiel: Andermaal Michiel van Musscher: zijn zelfportretten. In: Bulletin van het Rijksmuseum, vol. 22, 1974, S. 147, Fußnote 10;
- O. Ydema: Carpets and thier datings in Netherlandish Painting 1540-1700, Leiden 1991, S. 85 mit Abb.;
- H.-J. Raupp (Hrsg.): Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts der SØR Rusche-Sammlung, vol. 2, Genre, Münster/Hamburg/London 1996, S. 106f, Nr. 39 mit Abb.;
- W. Pijbes, M. Aarts, M. J. Bok et al: At Home in the Golden Age. Ausst. Kat. Zwolle 2008, Nr. 88 mit Abb.;

Ausstellungen:
- "17e-eeuwse schilderijen uit de verzameling Willem Russell". Ausst. Historisch Museum Amsterdam, 20.06. - 13.09.1970, Nr. 59;
- "Portraits - Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts". Ausst. Weserrenaissance-Museum Schloss Brake Lemgo , 18.03 - 06.08.1995;
- "At Home in the Golden Age". Ausst. Kunsthalle Rotterdam, 09.02. - 18.05.2008, Kat.Nr. 88.

Provenienz:
- Sammlung L.W. von Gans, Frankfurt;
- Auktion Sammlung von Gans, Frankfurt, Hugo Helbing, 07.05.1929, Lot 63;
- Sammlung Martin Sternberg, Amsterdam;
- Auktion Frederick Muller, Amsterdam 25.10. 1932, Lot 510;
- Sammlung Dr. J.A. van Dongen, Amsterdam;
- Auktion Frederick Muller, Amsterdam 18.06.1957, Lot 829;
- Sammlung Willem Russell, Amsterdam, um 1970;
- seit 1995 Sammlung Rusche.

Das vorliegende Porträt wurde in der Vergangenheit als Selbstporträt des Künstlers beschrieben; aufgrund der Leinwand, die hinter dem Dargestellten an der Wand hängt, wird es jedoch neuerdings als Porträt eines unbekannten Landschaftsmalers bezeichnet. Pieter van Thiel schrieb 1974 in seinem Artikel über Musschers Selbstporträts (siehe Literatur), dass dieser nicht identifizierte "schreibende" Künstler auch ein Sammler gewesen sein kann, da die hinter ihm hängende Landschaft von einem früheren Datum zu sein scheint als die dieses Porträts, sicherlich vor 1650.

"In eleganter Aufmachung präsentiert sich der Künstler bei seiner Tätigkeit. Hinter ihm hängt ein fertiges, gerahmtes Landschaftsgemälde in typisch holländischer Manier an der Wand. Die Innen- und Außenwelt, der Mensch und die (von Menschenhand gebildete) Natur sind auf intelligente Weise miteinander verschlungen. Van Musscher selbst beweist mit der Idee des Bildes im Bild, dass er kein Fachmaler ist, der sich ausschließlich auf eine Gattung spezialisiert. Vielmehr ist er Porträtist, Landschaftsmaler, Interieurmaler und Geschichtenerzähler.
Uwe Walter porträtiert anhand seiner besonderen Atelierfotografien nicht die eigene künstlerische Tätigkeit, sondern die seiner Kollegen. Wie van Musscher erzählt auch Walter vom kreativen Schaffensprozess. Der zeitgenössische Künstler wählt jedoch nicht die Methode des Bildes im Bild um einen zeitlichen Verlauf darzustellen. Da für Walter ein dirigiertes Chaos die Basis für das Entstehen eines jeden Kunstwerkes ist, stellt er dieses durch die Überlagerung der Belichtungen in seinen Fotografien dar."
Prof. Dr. Teresa Bischoff

Die Versteigerung der SØR Rusche Collection haben wir als Konzeptauktion zwischen altmeisterlichen Gemälden und Werken zeitgenössischer Künstler entwickelt.
Aufgebaut in Dialogpaare kommunizieren die Kunstwerke miteinander, wobei jedes Stück als einzelnes Los angeboten wird.
Das vorliegende Los korrespondiert mit Los Nr. 1520.
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