Modern, Post War & Contemporary
Modern, Post War & Contemporary | Auktion: 10.06.2020 | Vorbesichtigung: 05.06.2020 - 08.06.2020

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Los 25

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Auktionsergebnisse zu: Josef Kölschbach
KÖLSCHBACH, JOSEF
Köln 1892 - 1947

Titel: Maria Verkündigung.
Datierung: 1923.
Technik: Öl auf Leinwand.
Maße: 112,5 x 82,5cm.
Rahmen/Sockel: Rahmen.

Es liegt eine Bestätigung per Email von Dr. Klara Drenker-Nagels, August-Macke-Haus, Bonn, vom 11. Februar 2020 vor.

Provenienz:
- Galerie Linssen, Bonn
- Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

Ausstellungen:
- Städtisches Kunstmuseum Bonn/Kaiser Wilhelm Museum, Krefeld/Von der Heydt-Museum, Wuppertal, 1979

Literatur:
- Ausst.-Kat. Die Rheinischen Expressionisten - August Macke und seine Malerfreunde, Städtisches Kunstmuseum Bonn/Kaiser Wilhelm Museum, Krefeld/Von der Heydt-Museum, Wuppertal, Recklinghausen 1979, S. 417, Abb. S. 217

Josef Kölschbach gehört zu den jüngsten Künstlern im Kreise der Rheinischen Expressionisten um Max Ernst, August Macke und Carlo Mense, mit denen er freundschaftlich verbunden ist. Unter dem nachhaltigen Eindruck der Werke, die er auf der Sonderbund-Ausstellung 1912 in Düsseldorf sieht, bricht er sein kurzes Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie ab und wird freischaffender Maler. Begeistert von den Arbeiten Wassily Kandinskys malt er abstrahierte Aquarelle, bei denen sich schon seine narrativen Verkürzungen andeuten. Diese unterstreicht er in den nachfolgenden Hinterglasbildern mit religiösen Themen, schwebenden Erscheinungen und ekstatisch belebten Köpfen. In seiner ersten Einzelausstellung im Aachener Reiff-Museum und in der Bonner Ausstellung der Rheinischen Expressionisten erregt er 1913 mit seinen Hinterglasbildern Aufsehen. Wenig später kann er sie auch in einer Ausstellung mit den Rheinischen Expressionisten in der Berliner Sturm-Galerie von Herwardt Walden präsentieren. Sein Talent für das Dekorative kann er dann erstmals 1914 in der Kölner Werkbundausstellung zeigen, wo er graphische Arbeiten, Webereien und Glasfensterentwürfe präsentiert. In diesem Jahr wird er zum Kriegsdienst einberufen, aus dem er 1916 verletzt entlassen wird. Er nimmt für kurze Zeit eine Lehrtätigkeit an den Kölner Werkschulen an. 1918 beteiligt er sich an der Ausstellung "Das junge Rheinland" im Kölnischen Kunstverein sowie im Jahr darauf an der Ausstellung der Kölner Künstlervereinigung "Der Strom".
Angeregt von der Kunst seiner Malerfreunde wie auch von den Werken der Fauvisten und Futuristen entwickelt Kölschbach in den Kriegsjahren seinen persönlichen Stil. In lyrisch-romantischen Bildern wendet er sich von der abstrahierenden Malerei seiner früheren Arbeiten ab und gelangt zu neuen gegenständlichen Darstellungsformen. Dabei bedient er sich einem betont achsialen, oft auch konzentrischen Bildaufbau, in den er seine manierierten Figuren und erzählerischen Details additiv zusammenfügt. Ein wunderbares Beispiel hierfür ist die poetische Szenerie der hier vorgestellten Verkündigung Marias, die Kölschbach am Ende der Hochphase seines Schaffens malt. In den folgenden Jahren gibt er dann die dekorativen und erzählerischen Komponenten seiner Malerei zugunsten eines neusachlichen Manierismus auf.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialsten 1933 werden seine Werke als "entartet" verfemt und 1937 aus deutschen Museen beschlagnahmt. Nun künstlerisch isoliert reagiert er auf die politische Situation mit Depressionen. Im Alter von 55 Jahren stirbt Kölschbach 1947 in Rhöndorf.
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