Decorative Art
Decorative Art | Auktion: 27.05.2020 | Vorbesichtigung: 22.05.2020 - 25.05.2020

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Los 421

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Auktionsergebnisse zu: KPM
OSTEREI-FLAKON MIT ANSICHT DES "ACHILLEION" AUF KORFU.

KPM. Berlin.

Datierung: 19. Jh.
Technik: Porzellan, farbig und gold staffiert.
Beschreibung: Ovoide Form mit Messingmontierung und Flakonverschluss in Form einer Königskrone.
Schauseitig ovale, goldgerahmte Reserve mit Landschaftsansicht des Palastes "Achilleion"
auf Korfu. Auf Rückseite, in Reserve, Monogramm Wilhelm II. in Goldemail. Umlaufend
Girlanden- Blatt- und Rocailledekor in feiner Goldemail auf weißem Fond.
Maße: Höhe mit Stöpsel 9,5cm.
Marke: Ohne erkennbare Marken.
Zustand A/B, Stöpsel leicht beschädigt.


Ein Leben "Stillem Sinnen nur geweiht", wünschte sich Kaiserin Elisabeth von Österreich, als sie 1888 gegenüber ihrem Mann den Wunsch äußerte, ein eigenes Haus auf ihrer Lieblingsinsel Korfu zu beziehen. Sie betrachtete Griechenland als "Zukunftsheimat". Der Kaiser, der dem Wunsch seiner Gemahlin gänzlich aus Österreich auszuwandern nicht zustimmen konnte, einigte sich mit ihr auf die Errichtung einer Sommerresidenz, die er aus seiner Privatkasse finanzieren sollte.
Elisabeths Begeisterung für Griechenland war durch den deutschen Archäologen Heinrich Schliemann geweckt worden, durch dessen aufsehenerregenden Ausgrabungen und Publikationen die Beschäftigung mit der Antike in den 1870er und 1880er Jahren in Mode kam.
So ließ sich die Kaiserin ihre Villa und deren Einrichtung unter Einbeziehung antiker Vorbilder in einem weitläufigen Park errichten. Als Namensgeber für das Anwesen wählte sie ihren liebsten Helden der griechischen Mythologie, Achill, dem sie vor dem Haus in Marmor ein Denkmal setzen ließ.
Kurz nach Fertigstellung des Achilleions bemerkte Elisabeth schließlich: "Unsere Träume sind immer schöner, wenn wir sie nicht verwirklichen" und drängte den Kaiser zum Verkauf des Anwesens, der ihr diesen Wunsch jedoch abschlug. Erst 1907, einige Jahre nach dem Attentat auf die von ihm sehr verehrte Kaiserin in Genf, erwarb der preußische Kaiser Wilhelm II das Anwesen und funktionierte es in ein diplomatisches Zentrum um.

Das Verschenken von bunt bemalten Eiern zu Ostern ist ein Brauch, der auf eine alte russische Tradition zurückgeht. Diese wurde dort ab 1744 mit der Gründung der Petersburger Porzellanmanufaktur hoffähig gemacht, bei der das Herrscherhaus üppig dekorierte Ostereier aus kostbarem Porzellan in Auftrag gab, die als Geschenke überreicht wurden. Auf diesem Wege gelangte der Brauch auch nach Preußen, das durch verwandtschaftliche Verhältnisse einen regen Austausch mit dem russischen Hof pflegte. Die ersten Ostereier wurden 1817 nach der Hochzeit Charlotte von Preußens (1798-1860) mit Nikolaus I. von Russland (1796-1855) bei der KPM in Auftrag gegeben. Die Königliche Porzellan Manufaktur in Berlin war somit die erste deutsche Manufaktur, die sich mit der Herstellung von Porzellan-Ostereiern befasste. Die aufwändig gestalteten Kleinkunstwerke, die häufig als Parfumflakons verwendet wurden, stellten im Historismus eine Besonderheit in der Produktion der KPM dar. Besonders hervorzuheben ist dabei der Erfindungsreichtum der Entwerfer, Vergolder und Maler, die auf kleinstem Raum eine Vielzahl an unterschiedlichen Dekortechniken und Motiven zur Anwendung brachten. Besonders beliebte Motive waren dabei unter anderem Blumenbouquets, religiöse Darstellungen und Veduten.
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