Modern, Post War & Contemporary
Modern, Post War & Contemporary | Auktion: 29.05.2019 | Vorbesichtigung: 24.05.2019 - 27.05.2019

Los beendet

Los 171

Taxe
70.000 - 90.000 €
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Auktionsergebnisse zu: Pierre Alechinsky
Alechinsky, Pierre
1927 Brüssel

"Philippines". 1981. Tusche auf Landkarte, auf Leinwand aufgezogen. 107 x 146cm. Signiert und datiert unten rechts: Alechinsky 1981. Zudem datiert, signiert und betitelt verso auf Leinwand links: 1981 Alechinsky PHILIPPINES. Sowie mit Maßangaben versehen. Rahmen.

Provenienz:
- Galerie Espace, Amsterdam
- Galerie Adrian David, Knokke-Zoute (Aufkleber)
- Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

Pierre Alechinsky zählt zu den Protagonisten der Künstlergruppe CoBrA, die von 1948-1951 besteht. Gegründet von Malern und Schriftstellern aus Kopenhagen, Brüssel und Amsterdam, darunter Asgar Jorn und Karel Appel, zeichnet sich die Bewegung durch mutige, ausdrucksstarke Kompositionen aus, die von Surrealismus und Art Brut inspiriert waren. Sie entwickeln eine expressive Figuration und eine autonome Bilderwelt und stellen somit die Weichen für die Kunst der Nachkriegszeit.
Pierre Alechinsky war schon immer fasziniert von der Darstellung des Irrealen, Unterbewussten und Zufälligen. Bereits während seines Studiums in Brüssel entwickelt Alechinsky eine Passion für Buchmalerei und Schriftkunst und für Papier als bevorzugtes Trägermaterial. Anfang der 1950er Jahre beschäftigt sich der Künstler intensiv mit der asiatischen Kalligraphie. Er reist 1955 nach Japan und dreht einen Film über japanische Kalligraphen ("Calligraphie japonaise"). Er ist begeistert von der Art und Weise, wie sie Papier auf den Boden legen, sich beugen und ihren ganzen Körper benutzen, um ihre Werke zu schaffen. Unter Verwendung der Schrift als Mittel des malerischen Ausdrucks wird nun die schwarze Farbe zum bestimmenden Gestaltungselement von Alechinskys unverwechselbaren Werken. Die Technik der ostasiatischen Kalligraphiemeister kommt seiner gestischen Pinselführung und der spontanen Umsetzung kreativer Einfälle entgegen.
1965 entsteht sein erstes Gemälde mit zeichnerischen "Randbemerkungen" - auch "remarques marginales" genannt. Sie werden zu einem charakteristischen Gestaltungsmittel des Künstlers. Das auf Papier gemalte zentrale Motiv wird an allen vier Seiten von Tuschzeichnungen eingerahmt. Die Arbeit wird später auf Leinwand aufgezogen. Alechinsky erweitert auf zahlreichen Reisen seine Bildsprache. Dabei probiert er immer neue Gestaltungsmittel und Trägermaterialien aus. Für seine Tuschzeichnungen und Randbemerkungen verwendet er Navigationskarten, alte Zeichenpapiere, Manuskripte, Rechnungen und andere Schriftstücke. In seinen Arbeiten schafft er einen ganz eigenen fantastischen Bilderkosmos in dem sich oftmals in starker Abstraktion unter anderem Tiere, Fabelwesen, Pflanzen und Gestirne finden. Das Sujet entsteht spontan und entwickelt sich aus dem Zusammenspiel von körperlicher Aktion und spontaner Assoziation. Alechinsky sagt dazu: "Hier tritt der Maler durch Spontaneität hervor..... Es ist unsere Dynamik, die uns helfen soll, das zu überwinden, was uns in trübes Wasser taucht, was uns wieder entdecken lässt, was in uns ist und was außerhalb von uns liegt."

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Bedingungen



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29,00 % Aufgeld auf den Zuschlagspreis