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Thonet- Sammlung Thillmann
Thonet- Sammlung Thillmann | Auktion: 22.01.2019 | Vorbesichtigung: 14.01.2019 - 21.01.2019

Los beendet

Los 9

Aufrufzeit
22.01.2019 - ca.15:05 Uhr

Taxe

2.800 - 3.500 €

Zuschlag
Unverkauft

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SESSEL NR.16.
Gebrüder Thonet. Wien. Um 1862. Entwurf Gebrüder Thonet.

Eichenholz, massiv gebogen, Geflecht. 114,5x43,5x54cm. Prägestempel ''GB.THONET Wien'', ''XVI'', Papieretikett der Filiale Paris.

Literatur:
-W. Thillmann, ''Perfektes Design, Thonet Nr. 14'', Kerber, Bielefeld 2015, S. 63/69 Abb. Nr. 79/92.

Dieser Sessel Nr. 16 ist auf den ersten Blick ein Modell aus der frühen Serienproduktion, worauf auch der Prägestempel ''GB.THONET Wien'' verweist. Es ist eines der ersten Modelle, bei dem nun auch der verstärkende Fußring angebracht wurde.
Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass es sich bei diesem Modell um ein Möbel handelt, welches vollständig aus Eichenholz besteht. Dieses Möbel, wie auch der in der Sammlung vorhandene Sessel Nr. 10 (Los 4), weisen auf ein Problem der Firma ''Gebrüder Thonet'' in den 1860er Jahren hin. Als die Nachfrage nach ihren Möbeln sich in einem Maß steigerte, dass man Probleme mit dem Nachschub an entsprechenden Buchenholz bekam, nahm man kurzerhand auch Eichenholz - ebenfalls aus der Familie der Buchengewächse - und verwendete dieses.

Bei diesem Stuhl ergab sich ein Problem in der Datierung dadurch, dass er auf der einen Seite die Verstärkungswinkel hat, die um etwa 1875 eingeführt wurden; auf der anderen Seite trägt er den Prägestempel ''GB.THONET Wien'', der bis etwa 1862 in Verwendung war. Auch das Papieretikett der Filiale Paris ist später als dieser Prägestempel. Die Lösung liegt in der Verwendung unterschiedlicher Holzarten. Während der gesamte Stuhl aus Eichenholz gefertigt ist, sind die Verstärkungswinkel aus Buche. Offensichtlich wurde dieser Stuhl zu der Filiale in Paris gebracht, um entweder das Geflecht zu erneuern oder/und um die mittlerweile eingeführten Verstärkungswinkel zu montieren, welche die Stabilität entscheidend erhöhen. Zu dieser Zeit gab es jedoch keine entsprechenden Winkel aus Eiche mehr, so dass man solche aus Buche nahm. Zusätzlich nahm man die Gelegenheit wahr, das Papieretikett mit der Adresse des Verkaufshauses einzukleben.

Diese Nr. 16 und Sessel Nr. 10 (Los 4) in der Sammlung sind die einzigen bekannten Möbel, die aus ''echter Eiche'' gefertigt sind

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Bedingungen



Differenzbesteuerung, MwSt. enthalten, gem. § 25a UStG nicht ausweisbar, nicht erstattbar

29,00 % Aufgeld auf den Zuschlagspreis


Schlagworte
Gebrüder Thonet   Möbel  

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