Modern, Post War & Contemporary
Modern, Post War & Contemporary | Auktion: 10.06.2020 | Vorbesichtigung: 05.06.2020 - 08.06.2020

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Los 109

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Auktionsergebnisse zu: Étienne Beöthy
BEÖTHY, ÉTIENNE
('Beöthy, István')
1897 Heves/Ungarn - 1961 Paris

Titel: Suzanne II.
Datierung: 1928 (Entwurf).
Technik: Bronze.
Patina: oliv-grün patiniert.
Maße: 47 x 7 x 7,5cm.
Bezeichnung: Signiert auf einer Seite des Sockels: EBéothy.
Gießerstempel: Gießerstempel und Nummerierung auf einer weiteren Seite des Sockels: E. GODARD, Fond. Paris, 2/8. Exemplar: 2/8.

Literatur:
- Passuth, Krisztina: Etienne Beothy - Le Sculpteur de la série d'or, Budapest 2011, WVZ.-Nr. O33 (hier abweichend sind nur drei Exemplare in Buchsbaum aufgeführt)

Mit der Konsequenz seiner Werke hat Etienne Beöthy neue Anstöße für die nachfolgende Künstlergeneration gegeben. Hierfür entwickelt er ein eigenwilliges und eigenständiges Formenvokabular, das vom Humanismus durchdrungen ist. Für die Umsetzung seiner Natureindrücke greift er dabei Elemente der geometrischen und lyrischen Abstraktion wie auch des Biomorphismus auf.

Nach dem Ersten Weltkrieg besucht Beöthy die Budapester Architekturhochschule. 1919 freundet er sich mit László Moholy-Nagy an und nimmt Kontakt zu den vom Konstruktivismus und Suprematismus beeinflussten Avantgardekünstlern der Gruppe "MA" (Heute) um Lajos Kassák auf. In dem Jahr fasst er auch in der Schrift "La Serie d'Or" seine mathematischen Überlegungen zum Goldenen Schnitt und zur Proportionslehre zusammen (Veröffentlichung 1939). Das hier Niedergeschriebene wird fortan die theoretische Grundlage seines Schaffens sein, wobei er diese stets mit dem künstlerisch freien Entwurf verbindet. 1920 gibt Beöthy die Architektur auf und widmet sich der Bildhauerei. So studiert er bis 1924 an der Budapester Kunsthochschule. Zum Abschluss erhält er ein Stipendium, das ihm eine Reise durch Europa ermöglicht. 1925 lässt er sich schließlich in Paris nieder. Schnell findet er hier Anschluss an die Kunstszene und stellt bald in den "Salon d'Indépendants" aus. Inspiriert von den neuen Eindrücken wendet er sich von der kühlen, architektonisch-konstruktivistischen Ausdrucksweise seiner frühen Arbeiten ab. Er entdeckt die menschliche Figur. Dem Prinzip seiner "La Serie d'Or" folgend schafft er nun schwungvolle Skulpturen mit anthropomorphen Zügen, wobei ein harmonischer Rhythmus sowie das Volumen und die wohldurchdachte Form ihren Aufbau bestimmen. Hierfür ist unsere Bronze "Suzanne II" ein wunderbares Beispiel, deren schlanke Gestalt sich anmutig gen Himmel streckt. 1928, im Jahr als Beöthy diese Skulptur anfertigt, gelingt ihm mit seiner ersten Einzelschau in der Galerie "Au Sacre du Printemps" der künstlerische Durchbruch. In den folgenden Jahren bestreitet er viele Ausstellungen im In- und Ausland. 1931 gründet er unter anderem mit Auguste Herbin und Georges Vantongerloo die Künstlergruppe "Abstraction-Création" (bis 1937).
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