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Fine Art | Auktion: 28.05.2020 | Vorbesichtigung: 22.05.2020 - 25.05.2020

Los ist verkauft

Los 1563

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Auktionsergebnisse zu: Jan Asselijn
ASSELIJN, JAN
um 1610 Dieppe - 1652 Amsterdam

Titel: Vornehmer Reiter mit seinem Pferd an der Tränke.
Technik: Öl auf Leinwand.
Montierung: Doubliert.
Maße: 75,5 x 95cm.
Rahmen/Sockel: Rahmen.

Literatur:
- C. Blanc: Le trésor de la curiosité tiré des catalogues de vente de tableaux, Paris 1858, vol. I, S. 223;
- C. Blanc: Histoires des Peintres, Paris 1863, vol. I, S. 4 mit Abb.;
- I. Ledermann: Beiträge zur Geschichte des romantischen Landschaftsbildes in Holland und seines Einflusses auf die nationale Schule um die Mitte des 17. Jahrhunderts, Dissertation, Berlin 1920, S. 38;
- A.C. Steland-Stief: Jan Asselijn, Amsterdam 1971, S. 91 und 138, Kat.Nr. 94 (hier verzeichnet mit unbekanntem Standort);
- H.-J. Raupp (Hrsg.): Niederländische Malerei des. 17. Jahrhunderts der SØR Rusche-Sammlung, vol. 2, Genre, Münster/Hamburg/London 1996, S. 24-27, Kat.Nr. 3 mit Abb.;
- J.M. Kilian: The Paintings of Karel Du Jardin, Amsterdam und Philadelphia 2005, S. 287, Kat.Nr. E6;
- W. Pijbes, M. Aarts und M. J. Bok et al: At Home in the Golden Age. Ausst. Kat. Zwolle 2008, S. 76, Kat.Nr. 61 mit Abb.

Ausstellungen:
- "Art Treasures of Great Britain". Ausst. Manchester, 05.05. - 17.10.1857;
- "At Home in the Golden Age". Ausst. Kunsthalle Rotterdam, 09.02. - 18.05.2008, Nr. 61.

Provenienz:
- Sammlung Johan van der Marck (1707-72), Amsterdam;
- Nachlassauktion Hendrik de Winter und Jan Yver, Amsterdam, 25.08.1773, Lot 2 (als Asselijn), für 540 Francs;
- Sammlung Jan Danser Nyman;
- Auktion Philippe van der Schley, Amsterdam, 16.08.1797, Lot 1 (als Asselijn), für 112 Francs;
- Privatsammlung, Großbritannien (1857/58);
- Sammlung Grégoire Koucheleff-Besborodko (1832-70);
- Auktion Durand-Ruel, Paris, 05.06.1869, Lot 15 (als Karel du Jardin);
- Auktion Christie´s, New York, 03.06.1987, Lot 120 (als Asselijn), dort erworben.

"Bilder, die sich am realen Leben orientieren, müssen nicht zwangsläufig alltäglich sein. Dies zeigt in exzeptioneller Weise Jan Asselijns brillantes Genregemälde. Ein vornehmer Herr hat in einer Felsenkluft Rast eingelegt, um sich und seinem nicht weniger vornehmen Pferd ein wenig Erholung am Brunnen zu verschaffen. Nur partiell beleuchtet erschließt sich dem Betrachter der verschlungene, höhlenartige Schauplatz, in dem noch andere Figuren ihren unterschiedlichen Tätigkeiten nachgehen. Detailgenau und von nahezu illusionistischer Malweise wird die Szenerie dem Betrachter vor Augen gestellt. Die offensichtliche Darlegung beschränkt sich jedoch ausschließlich auf die malerische Form. Das Rätsel des wohlhabenden Herrn in prächtiger Reisegarderobe wird hinter den perfekt gemalten Stofflichkeiten verborgen. Was dieser mit seinem nicht minder edlen Reittier in der düsteren Gegend treibt, bleibt weiterhin sein Geheimnis, das nicht gelüftet wird.
Technisch ähnlich virtuos auf der Klaviatur der künstlerischen Verrätselung spielt auch der Ausnahmekünstler Nicola Samori in seinen Gemälden. Schemenhaft wird im vorliegenden Werk die Silhouette einer Frau mit glattem gescheiteltem Haar sichtbar, wobei sich das Aussehen der Dame weniger erkennen als erahnen lässt. Sachte wendet sie sich dem Betrachter zu. Vermutlich ist es nicht nur der Sehnsucht unseres Auges geschuldet, dass man ergründen möchte, wer denn diese in ihrer Dunkelheit so zauberhaft stille Schönheit nun ist. Lediglich durch den schmalen Farbstreif, der sanft ihr Antlitz berührt, scheint sie sich der Wirklichkeit zu nähern, um ihr sogleich wieder zu entschwinden. Als hätte er über sein eigenes Werk einen zarten dunklen Schleier gelegt, verbirgt Nicola Samori partiell dem Betrachter, was er ihm eigentlich offenbaren möchte.
Ähnlich dem niederländischen Maler spielt auch der italienische Künstler im 21. Jahrhundert mit dem nie aus der Mode kommenden Interesse des Publikums nach der Erkenntnisdimension, die sich hinter dem Sichtbaren verbirgt. Je mehr sich diese entzieht, desto neugieriger bleibt der Betrachter zurück."
Prof. Dr. Teresa Bischoff

Die Versteigerung der SØR Rusche Collection haben wir als Konzeptauktion zwischen altmeisterlichen Gemälden und Werken zeitgenössischer Künstler entwickelt.
Aufgebaut in Dialogpaare kommunizieren die Kunstwerke miteinander, wobei jedes Stück als einzelnes Los angeboten wird.
Das vorliegende Los korrespondiert mit Los Nr. 1562.
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