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Modern, Post War & Contemporary
Modern, Post War & Contemporary | Auktion: 29.05.2019 | Vorbesichtigung: 24.05.2019 - 27.05.2019

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Los 26

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20.000 - 30.000 €

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Gaul, August
1869 Großauheim - 1921 Berlin

Wisent. 1904/1905 (Entwurf). Bronze, braun patiniert. 37 x 18 x 55cm. Signiert auf der Plinthe neben dem linken hinteren Huf: A. GAUL. Sowie auf der Plinthenkante Gießerstempel H. NOACK BERLIN FRIEDENAU.

Es handelt sich hier um einen sehr schönen Guss aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg.

Provenienz:
- Privatsammlung Berlin

Literatur:
- Gabler, Josephine: August Gaul. Das Werkverzeichnis der Skulpturen, Berlin 2007, WVZ.-Nr. 122.

Im Frühjahr 1890 gewinnt der junge August Gaul bei einer Verlosung eine Dauerkarte für den Berliner Zoologischen Garten. Ob dieses Ereignis der Auslöser für die lebenslange Beschäftigung mit Tiermotiven ist, bleibt ungewiss. Sicher ist aber, dass August Gaul ein besonderes Faible für dieses Genre hatte, denn zeitgenössische Quellen berichten, dass der junge Bildhauer ab diesem Moment täglich mehrere Stunden vor den Gehegen verbringt, um Skizzen anzufertigen, die er später in Plastiken umsetzt. Dabei gilt den exotischen, nicht domestizierten Tieren sein besonderes Interesse. Der damals 21jährige belegt zu jener Zeit Kurse an der Abendschule des Kunstgewerbemuseums und arbeitet gleichzeitig im Atelier des Bildhauers Alexander Calandrelli. Erst 1894 beginnt August Gaul ein Studium an der Berliner Kunstakademie bei Paul Meyerheim, der ebenfalls eine Vorliebe für die Tierwelt hat. Die Mitarbeit an öffentlichen Aufträgen, wie das Nationaldenkmal für Kaiser Wilhelm I sowie die Teilnahme an der Pariser Weltausstellung und die Mitgründung der Berliner Secession ebnen Gaul im ausgehenden 19. Jahrhundert den Weg, sich zu einem der wichtigsten Tierbildhauer des 20. Jahrhunderts zu etablieren. Die Zusammenarbeit mit Paul Cassirer, zudem er ein tiefes freundschaftliches Verhältnis pflegt, ermöglicht August Gaul den exklusiven Verkauf an einen elitären Käuferkreis, zu dem auch Max Liebermann und der Hamburger Museumsdirektor Alfred Lichtwark gehören. Aus eben jenen ersten Jahren des 20. Jahrhunderts stammt auch der hier angebotene Wisent, der laut Josephine Gabler, sicher aus der Zeit der Beschäftigung mit dem Königsberger Wisent-Brunnen stammt, mit dessen Entwurf August Gaul im Oktober 1905 vom preußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten beauftragt worden war. Während der Brunnen in seiner Endfassung zwei kämpfende Wisente umfasst, deren extreme Kraft und Dynamik sich in besonders herausmodellierten Muskelpartien zeigt, steht der einzelne Wisent hier ruhig. Dennoch ist der Körperbau beeindruckend: den hohen Widerrist und die voluminöse Vorderpartie arbeitet Gaul als stärkste charakteristische Merkmale des urzeitlichen Waldtieres deutlich heraus.
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Auktionsergebnisse zu: August Gaul

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