Modern, Post War & Contemporary
Modern, Post War & Contemporary | Auktion: 10.06.2020 | Vorbesichtigung: 05.06.2020 - 08.06.2020

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Los 2

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20.000 - 30.000 €
Ergebnis
26.000,00 €

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Auktionsergebnisse zu: Albert Bloch
BLOCH, ALBERT
1882 St. Louis, MO/USA - 1961 Lawrence, KS/USA

Titel: "Clouds and Houses" (Häusergruppe).
Datierung: 1917/1925.
Technik: Öl auf Leinwand.
Maße: 76 x 72,5cm.
Bezeichnung: Monogrammiert am unteren Rand: AB (ligiert). Nochmals monogrammiert verso. Hier zudem bezeichnet: Munich 1917 Repainted Lawrence 1925.
Rahmen/Sockel: Rahmen.

Die Authentizität dieses Werkes wurde von Herrn Prof. David Cateforis, Lawrence, KS USA, bestätigt. Wir danken Herrn Prof. Cateforis für die ausführliche wissenschaftliche Unterstützung.

Provenienz:
- Bernard Bloch, USA
- University of Kansas, School of Fine Arts (Aufkleber)
- Privatsammlung USA

Literatur:
- Werkbuch des Künstlers, Nr. 83 (Abb., hier betitelt: Häusergruppe)

Albert Bloch kann man zu Recht als den einzigen amerikanischen "Blauen Reiter" bezeichnen. Der Sohn böhmisch-stämmiger Eltern besucht von 1898 bis 1900 die St. Louis School of Fine Arts. Anschließen arbeitet er als Zeitungsillustrator. 1905 wird er von William Marion Reedy, dem Herausgeber der satirischen Wochenzeitschrift "The Mirror", entdeckt. So gestaltet Bloch in den folgenden Jahren zahlreiche Karikaturen für die Zeitung. Dazu beginnt er um 1905/06 mit dem Malen. Auf Anraten seines Förderers William Marion Reedy geht Bloch Ende 1908 zum weiteren Malstudium nach Europa. Nach einer Reise durch Frankreich lässt er sich Anfang des nächsten Jahres in München nieder. Um frei von den Fesseln des traditionellen Unterrichts an der Kunstakademie zu sein, besucht er hier Abendkurse an privaten Zeichenschulen und bildet sich autodidaktisch weiter. Dabei sind Landschafts- und Stadtansichten, Zirkus- und Commedia dell'Arte-Themen seine bevorzugten Motive. Im Winter 1910 reist er nach Paris, wo ihn die Werke Vincent van Goghs, Pablo Picassos, Paul Gauguins und Odilon Redons sehr beeindrucken.
1911 wird er durch eine Ausstellung der Neuen Künstlervereinigung München auf den Kreis der gleichgesinnten Maler und Malerinnen aufmerksam. Denn die revolutionäre, fast plakative Unmittelbarkeit und Schlichtheit ihrer Darstellungen kommt seinem Streben nach einer einfachen Malerei entgegen. In der Auseinandersetzung mit dieser Kunst gewinnt er seine Sicherheit im Umgang mit den provozierend einfachen formalen Mitteln, die ihm zugleich zur Steigerung des Ausdrucks dienen. Bald findet er Kontakt zu Wassily Kandinsky und Franz Marc, die ihn zu der ersten Ausstellung des "Blauen Reiters" Ende des Jahres einladen. Mit der bemerkenswert hohen Anzahl von sechs Gemälden kann er hier seine Malerei erstmals der Öffentlichkeit präsentieren. Bloch nimmt auch an den nachfolgenden Münchener Ausstellungen der Künstlergruppe sowie 1912 an der bedeutenden Sonderbund-Ausstellung in Köln und an der "Blauen Reiter"-Ausstellung in der Sturm-Galerie von Herwardt Walden in Berlin teil. 1913 setzt sich Franz Marc, mit dem Bloch freundschaftlich sehr verbunden ist, für eine Einzelschau bei Herwardt Walden ein. Nicht nur diese, sondern auch seine Beteiligung an dem großen "Ersten Deutschen Herbstsalon" in der Sturm-Galerie machen Bloch bekannt. Zudem kann er Herwardt Walden als wichtigen Förderer für sich einnehmen. Damit beginnt für Bloch eine rege Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland. Er entwickelt nun mit seinen farblich und formal kühnen Kompositionen eine ganz eigene expressionistische Ausdrucksweise. Dabei nimmt er die neuen Anregungen seiner Weggefährten Wassily Kandinsky, Franz Marc, Paul Klee und Heinrich Campendonk nicht unreflektiert auf, sondern verarbeitet sie stets auf seine eigenwillige Weise.
1921 kehrt Albert Bloch zurück nach Amerika. Hier lehrt er für ein Jahr an der Academy of Fine Arts in Chicago und wechselt dann als Direktor des Department of Drawing and Painting an die Kansas University in Lawrence. Als Maler zieht er sich nun ganz aus dem öffentlichen Kunstbetrieb zurück. Dennoch bleibt er weiterhin künstlerisch produktiv. So malt er zunächst sozialkritisch geprägte Arbeiten und später symbolbefrachtete Werke.
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