Modern, Post War & Contemporary
Modern, Post War & Contemporary | Auktion: 10.06.2020 | Vorbesichtigung: 05.06.2020 - 08.06.2020

Los 1

Los endet
16T 20h:00m:43s 10.06.2020 - ca.11:00 Uhr
(Freitag, 24. Juli 2020 - 18:00:00)
Taxe
300.000 - 500.000 €
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Auktionsergebnisse zu: Hans (Jean) Arp
ARP, HANS (JEAN)
1886 Straßburg - 1966 Basel

Titel: Fronde et nombrils.
Datierung: 1926.
Technik: Öl auf Karton, ausgeschnitten.
Maße: 62 x 50cm.
Bezeichnung: Signiert verso: H Arp.
Rahmen/Sockel: Rahmen.

Provenienz:
- Unternehmenssammlung Deutschland

Ausstellungen:
- Museum Würth, Künzelsau 1994
- Kunstmuseum Bern, 1988
- Stiftung Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp e.V., Bahnhof Rolandseck, 1988-89
- Von der Heydt Museum, Wuppertal 1989, Kat. 48
- Museo Espanol de Arte Contemporáneo, Madrid 1985, Kat. 67
- Hayward Gallery, London 1978, Kat. 9.1
- Musée Despiau-Wlérick, Mont-de-Marsan, 1977 (Aufkleber)
- Galerie Denise René, Paris 1974

Literatur:
- Rau, Bernd (Hrsg.): Hans Arp - Die Reliefs. Oeuvre-Katalog, Stuttgart 1981, S. 55, WVZ.-Nr. 100, Abb.

Der deutsch-französische Künstler Hans Arp, der sich später Jean Arp nennt, ist einer der bekanntesten und spannendsten Künstler der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Der Maler, Dichter und Bildhauer ist Wegbereiter der abstrakten Kunst und Mitbegründer der Dada-Bewegung 1916 in Zürich. Er steht in regem Austausch mit Künstlerkollegen, die den Konstruktivisten, dem "blauen Reiter" oder den Surrealisten angehören. In der Abkehr von der traditionellen, akademischen Kunst ist das Schaffen des Autodidakten Arp geprägt von der Suche nach neuen, unkonventionellen Ausdrucksformen, wobei er dem Prinzip Zufall großen Raum lässt. Charakteristisch für seine Werke sind biomorphe Bildformationen. Durch diese organischen oft runden und ovoiden von der Natur inspirierten Gebilde entstehen archetypische Formen, die für den Betrachter intuitiv begreifbar sein sollen.

Das hier vorgestellte Gemälde stammt aus dem Jahr 1926, als Hans Arp französischer Staatsbürger wird und mit seiner Frau Sophie Taeuber-Arp nach Straßburg zieht. In den 1920er Jahren liegt der Fokus des Künstlers auf Gemälden, Collagen und Reliefs bevor er sich ab den 1930er Jahren verstärkt der Bildhauerei zuwendet.

Unkonkrete, abstrakte Formen liegen hier über einem dreigeteilten braun-schwarz-weißen Hintergrund. Doch vor jedem Hintergrundsteil agieren die Formen unterschiedlich und wechseln ihre Farbe, sodass sie sich mit dem Hintergrund zu verweben scheinen. Es entsteht eine Betonung der Farbgrenzen und eine Art Positiv-Negativ-Spiel, das seinen Höhepunkt in dem ausgeschnittenen Segment in der linken Mitte findet - eine Leerstelle, die sich mit Braun, Schwarz, Blau oder vielmehr mit unserer Imagination füllen könnte.
Ebenso wie das Bild ist für den bildenden Künstler und Dichter das Wort von großer Bedeutung, wobei er in seinen Gedichten wie in den bildnerischen Werken oft collageartige Techniken anwendet. Sprache fließt durch die Titelgebung in unser Werk ein und lässt aus unkonkreten Formen konkrete entstehen. "Fronde e nombrils" heißt diese Malerei und lässt das gegabelte Element zu einer Steinschleuder und die Punkte zu Steinen werden. Die Kreise sind aber auch gleichzeitig "nombrils", die Bauchnabel. Somit weist der Titel auf den Ursprung des Lebens, auf Archetypisches aber durch das Wort "fronde", das man neben "Steinschleuder" ebenfalls mit "Revolte" übersetzen könnte, auch auf Arps stetes Bestreben, die Kunst grundlegend zu verändern.
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Bedingungen



Folgerechtabgabe
1

Regelbesteuerung, MwSt. ist ausgewiesen

25,00 % Aufgeld auf den Zuschlagspreis
16,00 % MwSt. auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld


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Hans (Jean) Arp   Deutschland   Dadaismus   Surrealismus   Moderne Kunst   Unikate   1920er   Abstrakt   Malerei   Relief  

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