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Los 7 | Theo van Doesburg | Glass-in-lood-compositie VIII

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Auktionsergebnisse zu: Theo van Doesburg
DOESBURG, THEO VAN
1883 Utrecht - 1931 Davos

Titel: Glass-in-lood-compositie VIII.
Datierung: 1918/19.
Technik: Farbiges Glas in Bleifassung.
Maße: 34,5 x 81 x ca 1cm.
Sockel/Rahmen: Plexiglaskastenrahmen. Im Rahmen beschrieben.

Es liegt eine Bestätigung von Evert van Straaten, ehemaliger Direktor des Kröller-Müller Museum, Otterlo, vom 8. April 1991 in Kopie vor.

Provenienz:
- Stichting PRO-pro art and architecture, Dordrecht/Niederlande
- Galerie Stolz, Köln
- Sammlung Hilmar Kopper, Rothenbach

Literatur:
- Hoek, Els: Theo van Doesburg - Oeuvre Catalogue, Bussum 2000, WVZ.-Nr. 612, Abb.
- Straaten, Evert van/Moorsel, Wies van: Theo van Doesburg 1883-1931, 's-Gravenhage 1983, S. 84f.
- Straaten, Evert van: Theo van Doesburg - Schilder en Architekt, 's-Gravenhage 1988, S. 60-63, 75

Weitere Informationen zur Sammlung:
Sammlung Hilmar Kopper - Erinnerungen von Brigitte Seebacher


- Theo van Doesburg war der geistige Kopf der niederländischen De Stijl-Bewegung
- Streng geometrische Formen und farbliche Klarheit zeichnen die Werke der De Stijl Künstler aus, zu denen auch Piet Mondrian gehört
- Die Arbeit zeigt das oszillieren van Doesburgs zwischen angewandter und freier Kunst

Die wunderbare verbleite Farbglas-Komposition gehört zu einer Reihe von architekturbezogenen Glasfensterentwürfen, die in den Jahren zwischen 1917 und 1922 entstanden. Theo van Doesburg faszinierte dabei nicht nur die besondere Farbigkeit, die sich durch die Transparenz des Werkstoffes ergab, sondern auch das gestalterische Mittel der bleiernen Linien, die gänzlich dem Gestaltungsprinzip der de Stijl-Künstler, wie beispielsweise auch Piet Mondrian und Georges Vantongerloo entsprachen. Auch die Integration von Malerei in die Architektur, im Sinne eines Gesamtkunstwerkes und das Zusammenwirken von Kunst und Alltäglichem passt zu den Schwerpunkten der Kunstauffassung van Doesburgs, der zu jener Zeit auch dem Bauhaus nahestand.
Der Schweizer Kunsthistoriker Dr. Willy Rotzler (1917-1994) beschreibt die Entstehungsgeschichte unseres Glasbildes in einem Brief aus dem Jahr 1991 ausführlich: "Das zur Diskussion stehende Bleiglasbild VIII gehört in den Zusammenhang der Zusammenarbeit Van Doesburgs mit dem Architekten J.J.P. Oud, der ebenfalls zur Gruppe De Stijl gehörte. Diese Zusammenarbeit beginnt 1916 und geht 1921 im Streit der beiden zu Ende. Seit 1918 war Oud Stadtbaumeister von Rotterdam. In dieser Eigenschaft schuf er ab 1918 in Etappen die soziale Wohnsiedlung Spangen in Rotterdam. Dabei zog er für Farbgestaltung Theo van Doesburg und für Möbel G.T. Rietveld zu. Die Serie der als Oberlichtfenster über Türen konzipierten verbleiten Farbglas-Kompositionen (Format je 35 x 90cm) war für eine der Baugruppen im Wohnviertel Spangen bestimmt. Offensichtlich handelt es sich um zwei verschiedene geometrische Horizontal-Vertikal-Kompositionen, für die Van Doesburg verschiedene Farbkombinationen wählte. Diese Arbeiten sind sowohl durch schriftliche Äußerungen Van Doesburgs von 1917/18 wie durch Entwurfsstudien belegt. Aus den Entwürfen geht hervor, dass die rein geometrischen Flächenkompositionen der ausgeführten Glasbilder auf Abstraktionen von Stadtlandschaften beruhen. Dieser gestalterische Entwicklungsprozess ist für das frühe malerische Werk von Van Doesburg nicht untypisch. Das zur Diskussion stehende verbleite Glasbild in den Farben Orange-Violett-Graugrün stellt eine der Farbvarianten dar, die Van Doesburg auf einer Postkarte dem Architekten Oud vorgeschlagen hat. Die gewählte Farbstellung ist von überzeugendem Klang. Dieser Farbklang wird getragen von der sorgfältig ausgewogenen Horizontal-Vertikal-Komposition der stehenden und liegenden rechteckigen Farbflächen. Ich halte das vorliegende Glasbild nicht nur für ein wichtiges Dokument der baukünstlerischen Gestaltungen Van Doesburgs, sondern darüber hinaus für eine auch künstlerisch hochwertige Arbeit." (Dr. Willy Rotzler in einem Brief an Stichting Pro / Pro Art and Architecture vom 14. Juli 1991).

Ansprechpartner:
Marion Scharmann
Modern, Post War & Contemporary Art
+49 221 92 58 62 303

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Los: 73295-4

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