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Los 383 | Leiko Ikemura | Floating Face (M-07-14)

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Auktionsergebnisse zu: Leiko Ikemura
IKEMURA, LEIKO
Tsu, Mie-Ken/Japan

Titel: Floating Face (M-07-14).
Datierung: 2007.
Technik: Tempera auf Leinwand.
Maße: 50 x 60cm.
Bezeichnung: Signiert und nummeriert verso oben auf der umgeschlagenen Leinwand: Leiko Ikemura M-07-14.
Rahmen/Sockel: Modellrahmen.

Das Werk ist auf der offiziellen Internetseite der Künstlerin aufgeführt (www.leiko.info).

Provenienz:
- Galerie Karsten Greve, Köln (Aufkleber)
- Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

Ausstellungen:
- Galerie Karsten Greve, Köln 2007
- Sauerland-Museum, Arnsberg 2010
- Museum de Fundatie, Zwolle/Niederlande 2023

Literatur:
- Heynen, Julian: Leiko Ikemura, Transfiguration: From Figure to Landscape, Berlin 2012, S. 93, Abb.
- Ausst.-Kat. Leiko Ikemura - Motion of Love, Museum de Fundatie, Zwolle/Niederlande 2023, S. 101, Abb.

- Aus der begehrten Werkreihe der "Floating Faces"
- Besonders farbstarke und kontrastreiche Arbeit
- Museales Werk, welches bis zum 24.09.23 im Museum de Fundatie, Zwolle, in einer umfassenden Retrospektive ausgestellt war

Leiko Ikemura wächst als Kind in Japan in der Stadt Mie auf. Durch die direkte Nähe zu der Küste entwickelt sie eine innige Beziehung zum Meer, die ihr späteres Werk prägt. Ikemura, die zunächst spanische Literatur in Osaka studiert, wandert 1972 nach Spanien aus. Sie bereist Europa und zieht 1979 in die Schweiz. Anfang der 1980er Jahre zieht sie nach Deutschland, wo sie 1991 eine Professur an der Hochschule der Künste (heute UdK) in Berlin annimmt.

Das Werk "Floating Face" von 2007 ist Teil einer Werkreihe mit ebendiesem Titel. Umgeben von tiefer, schwarzer Dunkelheit scheint ein Mädchenkopf in einem kräftigen Orange seitlich zu schweben. Jenseits der Schwerkraft wabern ihre langen Haare in nicht minder kräftigen Grün- und Türkistönen über ihr. Unmittelbar wird hier die Assoziation eines im Wasser nach unten sinkenden Mädchens erweckt. Der helle Streifen am unteren Bildrand ist der Untergrund, auf dem sie jeden Moment aufkommen wird. Eine tiefe Stille umgibt sie.

Der Betrachter fließt mit dem Mädchen in eine Traumwelt, die schwer zu greifen ist. Handelt es sich hierbei um einen Albtraum, bei dem das Mädchen in ihrer Traurigkeit und Leere einsam und gefangen auf den Abgrund steuert oder bewegt sich das Mädchen friedlich ihre Freiheit genießend in der Schwerelosigkeit? Die Mehrdeutigkeit des Werks ist beispielhaft für Ikemuras Schaffen. Das Spannungsfeld, welches sich aus der Ambivalenz zwischen Schönheit und Schauder ergibt, macht Ikemuras Bildsprache derart einzigartig und faszinierend.

Ansprechpartner/Ansprechpartnerin:
Hilke Hendriksen
Modern, Post War & Contemporary Art
+49 221 92 58 62 305

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Inventar Nummer: 76720-1

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