Modern, Post War & Contemporary
Modern, Post War & Contemporary | Auktion | 05.06.2023 | Vorbesichtigung: 01.06.2023 - 04.06.2023

Los beendet

Los 140 | Max Kaus | "Badende"

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Auktionsergebnisse zu: Max Kaus
KAUS, MAX
Berlin 1891 - 1977

Titel: "Badende".
Datierung: 1931.
Technik: Öltempera auf Leinwand.
Maße: 120 x 100cm.
Bezeichnung: Datiert und signiert unten links: 31 MKaus. Verso nochmals signiert, datiert, bezeichnet und betitelt: MAX KAUS 31 Tr. I Badende.
Rahmen/Sockel: Rahmen.

Bei diesem Werk handelt es sich um den ursprünglich linken Teil eines Triptychons.

Provenienz:
- Privatsammlung Berlin

Literatur:
- Schmitt-Wischmann, Ursula: Max Kaus - Werkverzeichnis der Gemälde, WVZ.-Nr. 166, Abb.

Eine unglaubliche Ruhe strahlen die Figuren in dem hier angebotenen Gemälde "Badende" von Max Kaus aus. Das Augenmerk des Künstlers liegt, wie für Ihn typisch, nicht in der genauen Darstellung der jeweiligen Charakteristika und der Ausführung des Individuums, sondern in der kompositorischen Gesamtheit. Die Personen werden auf Ihre wichtigsten Grundzüge verdichtet und fast architektonisch in die Bildkomposition eingefügt. So verbindet sich Max Kaus als keiner Gruppierung angehöriger Protagonist der Moderne weitaus mehr mit Karl Hofer, z.B. in der Verflachung der Gesichter und Körper, als mit den Künstlern der Brücke. Otto Mueller und Karl Schmidt-Rottluff lernt er jedoch bereits 1920 in der freien Sezession kennen, als deren Mitglied er auch ausstellen soll. Auf Erich Heckel trifft er sogar noch einige Jahre früher. Auch der Berliner Sezession und der Münchener Expressionistischen Werkstätten tritt Max Kaus im folgenden Jahr bei. Dennoch bleibt seine malerische Entwicklung ganz eigen. Der Kunstkritiker Paul Westheim adelt ihn bereits früh als Ausnahmekünstler, der sich nicht im Eklektizismus, wie so viele in der Gefolgschaft der Brücke-Maler, verfange.
Dem Bildthema der Badenden widmet Kaus sich tiefgehend bereits in dieser Zeit und es soll ihn auch noch bis in die Anfänge der 1930er Jahre beschäftigen. Ungleich der Brücke-Maler verharren die Badenden bei Kaus jedoch in statuarischer Ruhe frei von einem eingefangenen Augenblick, jede Person für sich und nur auf sich bezogen. Kaus vereint durch die kräftig strahlende Farbgebung in "Badende" die gewisse Statuarik mit einer unvergleichbaren Lebendigkeit. Sehr ausgewogen und gezielt sind Richtungsbewegungen in den Personen angedeutet, sodass ein Eindruck von Geschlossenheit in der Gesamtmasse entsteht. Tief blicken die untrennbaren Figuren in die Betrachtenden und werfen Fragen über deren Gruppierung und Zusammengehörigkeit auf. Alleine stehen die Betrachtenden den Badenden gegenüber und müssen sich ihrer eigenen Existenz stellen, während sie mit diesen zu einem untrennbaren Ganzen verschmelzen.

Ansprechpartner/Ansprechpartnerin:
Hilke Hendriksen
Modern, Post War & Contemporary Art
+49 221 92 58 62 305

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Inventar Nummer: 76092-1

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