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Los 1203 | Meissen | Großer Paduaner Hahn
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GROßER PADUANER HAHN.
Meissen.
Datierung: 20. Jh.
Meister/Entwerfer: Entwurf J.J. Kaendler.
Technik: Porzellan, weiß.
Beschreibung: Krähender Hahn auf einem Ährenbündel stehend.
Maße: Höhe 77cm.
Marke: Schwertermarke, Prägezeichen für Weißware, B144.
Federn und Krallen bestoßen.
Literatur:
- Pietsch, Ulrich: Meißner Porzellanplastik von Gottlieb Kirchner und Johann Joachim Kaendler,München 2006, vgl. S.150, Kat.-Nr.221.
- Eikelmann, Renate (Hrsg.): Meißener Porzellan des 18. Jahrhunderts - Die Stiftung Ernst Schneider in Schloß Lustheim, München 2004, S. 374.
- Sponsel, Jean Louis: Kabinettstücke der Meissner Porzellanmanufaktur von Johann Joachim Kändler, Leipzig 1900, S. 6, 8, 14, 65, 82, 89.
- Schnorr von Carolsfeld, Ludwig: Porzellan der europäischen Fabriken des 18. Jahrhunderts, Berlin 1912, S. 53.
Den europaweiten Ruhm, den Dresden als Zentrum höfischer Prachtentfaltung im 18. Jahrhundert genoss, verdankte die Stadt Kurfürst Friedrich August I. (1670-1733). "August der Starke" hegte eine ausgeprägte Sammelleidenschaft und war nicht nur Mäzen und Liebhaber der Künste, sondern ebenso ein begeisterter Förderer der Wissenschaft. Sein Naturalienkabinett galt als die bedeutendste Sammlung ihrer Art in Europa und beinhaltete eine große Anzahl an exotischen Tieren. Er finanzierte Expeditionen, von denen die Forscher die "möglichsten Arten derer Thiere lebendig oder in Häuten und Esgwelletten (Skeletten) oder auch gemahlet" mit nach Dresden bringen sollten. Johann Joachim Kaendler stand diese umfangreiche Sammlung an teilweise lebendigen Exponaten zur Verfügung, als er mit dem Entwurf lebensgroßer Tierplastiken für das "Japanische Palais" beauftragt wurde.
Der deutsche Schriftsteller Johann Georg Keyßler (1693-1743) beschreibt in einem Reisebericht aus dem Jahr 1740 die Pläne für das neue Japanische Palais. Dort heißt es: "In die Zimmer des obersten Stockwerkes [.] kommt kein anderes als Meissnisches Porzellan [.]. Es wird solches mit allerhand sowohl einheimischen, als ausländischen Vögeln und Thieren von purem Porzellan, in ihrer natürlichen Grösse und Farben meubliert, und kann man an denjenigen Stücken, welche schon fertig sind, die Kunst und Schönheit nicht genug bewundern."
Auch den Paduaner Hahn entwarf Kaendler im Rahmen der Bestellung für das japanische Palais. In den Inventaren des Palais von 1770 und 1779 ist zu lesen: "ein gemahlter Hahn auf Postament mit Korn Aehren".
Meissen.
Datierung: 20. Jh.
Meister/Entwerfer: Entwurf J.J. Kaendler.
Technik: Porzellan, weiß.
Beschreibung: Krähender Hahn auf einem Ährenbündel stehend.
Maße: Höhe 77cm.
Marke: Schwertermarke, Prägezeichen für Weißware, B144.
Federn und Krallen bestoßen.
Literatur:
- Pietsch, Ulrich: Meißner Porzellanplastik von Gottlieb Kirchner und Johann Joachim Kaendler,München 2006, vgl. S.150, Kat.-Nr.221.
- Eikelmann, Renate (Hrsg.): Meißener Porzellan des 18. Jahrhunderts - Die Stiftung Ernst Schneider in Schloß Lustheim, München 2004, S. 374.
- Sponsel, Jean Louis: Kabinettstücke der Meissner Porzellanmanufaktur von Johann Joachim Kändler, Leipzig 1900, S. 6, 8, 14, 65, 82, 89.
- Schnorr von Carolsfeld, Ludwig: Porzellan der europäischen Fabriken des 18. Jahrhunderts, Berlin 1912, S. 53.
Den europaweiten Ruhm, den Dresden als Zentrum höfischer Prachtentfaltung im 18. Jahrhundert genoss, verdankte die Stadt Kurfürst Friedrich August I. (1670-1733). "August der Starke" hegte eine ausgeprägte Sammelleidenschaft und war nicht nur Mäzen und Liebhaber der Künste, sondern ebenso ein begeisterter Förderer der Wissenschaft. Sein Naturalienkabinett galt als die bedeutendste Sammlung ihrer Art in Europa und beinhaltete eine große Anzahl an exotischen Tieren. Er finanzierte Expeditionen, von denen die Forscher die "möglichsten Arten derer Thiere lebendig oder in Häuten und Esgwelletten (Skeletten) oder auch gemahlet" mit nach Dresden bringen sollten. Johann Joachim Kaendler stand diese umfangreiche Sammlung an teilweise lebendigen Exponaten zur Verfügung, als er mit dem Entwurf lebensgroßer Tierplastiken für das "Japanische Palais" beauftragt wurde.
Der deutsche Schriftsteller Johann Georg Keyßler (1693-1743) beschreibt in einem Reisebericht aus dem Jahr 1740 die Pläne für das neue Japanische Palais. Dort heißt es: "In die Zimmer des obersten Stockwerkes [.] kommt kein anderes als Meissnisches Porzellan [.]. Es wird solches mit allerhand sowohl einheimischen, als ausländischen Vögeln und Thieren von purem Porzellan, in ihrer natürlichen Grösse und Farben meubliert, und kann man an denjenigen Stücken, welche schon fertig sind, die Kunst und Schönheit nicht genug bewundern."
Auch den Paduaner Hahn entwarf Kaendler im Rahmen der Bestellung für das japanische Palais. In den Inventaren des Palais von 1770 und 1779 ist zu lesen: "ein gemahlter Hahn auf Postament mit Korn Aehren".
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