Modern, Post War & Contemporary
Modern, Post War & Contemporary | Auktion | 30.11.2022 | Vorbesichtigung: 25.11.2022 - 28.11.2022

Los beendet

Los 10 | Paul Kleinschmidt | Vor dem Spiegel, Rückenakt mit schwarzer Schürze

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Auktionsergebnisse zu: Paul Kleinschmidt
KLEINSCHMIDT, PAUL
1883 Bublitz - 1949 Bensheim

Titel: Vor dem Spiegel, Rückenakt mit schwarzer Schürze.
Datierung: 1924.
Technik: Öl auf Leinwand.
Maße: 95,5 x 60,5cm.
Bezeichnung: Monogrammiert und datiert oben links: P. Kl. 24.
Rahmen/Sockel: Modellrahmen.


Provenienz:
- Reglindis Cuonz-Kleinschmidt (Stempel)
- Privatbesitz (seit 1949)

Ausstellungen:
- Badischer Kunstverein, Karlsruhe 1959, Kat.-Nr. 7 (hier betitelt: Rückenakt mit schwarzer Schürze)
- Kunstverein, Tübingen 1968, Kat.-Nr. 3 (hier betitelt: Vor dem Spiegel)
- Ulmer Museum, 2003
- Pfalzgalerie Kaiserslautern, 2003
- Städtische Galerie Delmenhorst, 2003
- Parktheater Bensheim, 2004
- Museum im Kulturspeicher, Würzburg 2004

Literatur:
- Lipps-Kant, Barbara: Paul Kleinschmidt 1883-1949, Bd. II, Tübingen 1977, WVZ.-Nr. 31, Abb.
-Ausst.-Kat. Paul Kleinschmidt - Zwischen Bar und Boudoir: Malerei, Ulm 2003, S. 24, Nr. 4, Abb.

- Marktfrische Arbeit, seit jeher in Privatbesitz
- Darstellungen von Margarete Kleinschmidt, Frau des Künstlers, gehören zu den immer wiederkehrenden Motiven
- Entstehung des Gemäldes fällt in eine explosiv fruchtbare Zeit künstlerischen
Schaffens der 1920er Jahre in Berlin

In breiten, fast schon schraffurartigen Pinselstrichen modelliert Paul Kleinschmidt den Rückenakt seiner Frau Margarethe, wobei er durch den pastosen Farbauftrag die Üppigkeit des Motivs unterstreicht. Er zeigt nicht nur den intimen Moment der weiblichen Toilette, sondern gibt in voyeuristischer Manier noch den Blick auf ihr entblößtes Gesäß frei, indem er sie lediglich mit einer schwarzen Schürze bekleidet darstellt. Die Überbetonung des Körperlichen, quellende, pralle Körper und das "Ranholen" des Bildmotives durch einen engen Bildausschnitt sind charakteristisch für Kleinschmidts Figurenbilder. Die Entstehung des Gemäldes fällt in eine explosiv fruchtbare Zeit künstlerischen Schaffens der 1920er Jahre in Berlin. Kleinschmidts Freund und Künstlerkollege Lovis Corinth ermunterte ihn zur Darstellung der Personen in ihrer gewohnten Umgebung. Dabei ist es Kleinschmidts Anliegen, die Frau im Allgemeinen in ihren verschiedenen Erscheinungen unter dem Einfluss ihrer Umwelt zu zeigen. Mit seinen korpulenten, der Wirklichkeit entsprungenen Frauendarstellungen schafft der Künstler einen Gegenpol zu den androgynen Frauentypen eines Karl Hubbuch oder Otto Dix.
Im Gegensatz zu seinen Caféhaus-, Zirkus- und Kabarettszenen mit all ihren stark geschminkten, mit Schmuck behangenen, üppigen Damen in exklusiven Korsagen und Kostümen, wirkt die Frau des Malers in ihrer häuslichen Umgebung vor dem Spiegel besonders persönlich und intim. Sie trägt ihr langes braunes Haar offen, das durch die gleichmäßigen Pinselstriche frisch gekämmt erscheint. Mit großen wachen Augen blickt sie in den Spiegel vor ihr, der ihr Bild nicht zurückwirft. So ist es uns nicht möglich, ihr Gesicht oder ihren Oberkörper von vorne zu sehen. Die Szene bleibt intim, der Betrachter bleibt als stiller Beobachter im Hintergrund.

Neues Werkverzeichnis:
VAN HAM Art Publications hat begonnen, auf der Grundlage der Dissertation "Paul Kleinschmidt 1883-1949", 1977, von Dr. Barbara Lipps-Kant ein neues Werkverzeichnis der Gemälde und Arbeiten auf Papier zu erstellen. Dies geschieht unter der Leitung von Dr. Felix Billeter und in Zusammenarbeit mit den Nachfahren des Künstlers und der Paul Kleinschmidt Gesellschaft e.V.

Hierfür bitten wir Sie um Ihre Mithilfe: Bitte wenden Sie sich an publications@van-ham.com, wenn sich eine Originalarbeit von Paul Kleinschmidt in Ihrem Besitz befindet. Ihre Daten werden selbstverständlich diskret behandelt.

www.paul-kleinschmidt.info.

Ansprechpartner/Ansprechpartnerin:
Hilke Hendriksen
Modern, Post War & Contemporary Art
+49 221 92 58 62 305

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Inventar Nummer: 73721-2