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Fine Art | Auktion | 15.05.2023 | Vorbesichtigung: 11.05.2023 - 14.05.2023

Los beendet

Los 117 | Barbara Rosina von Lisiewska | Porträt des Erbprinzen Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig (1735 - 1806)

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LISIEWSKA, BARBARA ROSINA VON
('verwitwete Matthieu; verheiratete de Gasc')
1713 Berlin - 1783 Dresden

Titel: Porträt des Erbprinzen Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig (1735 - 1806).
Technik: Öl auf Leinwand.
Montierung: Doubliert.
Maße: 53 x 41cm.
Rahmen: Rahmen.

Gutachten:
Helmut Börsch-Supan, Berlin, 27.01.2001, liegt in Kopie vor.

Literatur:
Ausst.Kat.: Das preussische Offizierkorps 1701 - 1806. Uniformierung - Bewaffnung - Ausrüstung. Hrsg.: Rolf Wirtgen. Koblenz 2004, S. 110-111.

Ausstellungen:
Das preussische Offizierkorps 1701 - 1806. Sonderausstellung der Wehrtechnischen Studiensammlung, Koblenz, Wehrtechnisches Museum Koblenz, 2004.

Provenienz:
Privatbesitz, Deutschland.

Die deutsch-polnische Porträtistin Barbara Rosina de Gasc, die irrtümlicherweise als Anna Rosina bezeichnet wurde, war die Tochter des bekannten Malers Georg von Lisiewka, der sie ebenso ausbildete. Bereits 1734 erfolgte ein erster Ruf nach Dresden, den sie zugunsten der Ateliergemeinschaft mit ihrem Vater ausschlug. 1755, nach dem Tod ihres ersten Gatten, dem Hofmaler David Matthieu, ging sie schließlich nach Zerbst und fertigte dort ihren Zyklus der sogenannten Schönheitsgalerie an, in dem sie vierzig Damen des Preußischen Hofes porträtierte. Durch die Heirat mit Ludwig de Gasc - einem Freund Lessings - siedelte das Paar 1764 nach Braunschweig über, wo sie am 11.08.1777 zur Hofmalerin ernannt wurde. Ihre herausragenden Qualitäten führten dazu, dass sie 1765 zum Ehrenmitglied der Dresdener Akademie ernannt wurde.

In dem vorliegenden Porträt zeigt sie Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig, der 1735 als Sohn des Herzogs Karl I. von Braunschweig und seiner Gemahlin Philippine Charlotte - eine Tochter Friedrich Wilhelms I. von Preußen - geboren wurde. 1773 zum General ernannt, übernahm er sieben Jahre später die Regierung und führte während der Revolution die preußisch-sächsischen Truppen gegen Napoleon an.
Barbara Rosina de Gasc zeigt ihn im repräsentativen und standesgemäßen dreiviertel Porträt, den selbstbewussten Blick den Betrachter treffend. Die Künstlerin unterstreicht die militärischen und politischen Erfolge des Erbprinzen durch feine Details sowie in Gestik und Mimik. So deutet die zusammengerollte Landkarte in seiner rechten Hand im Zusammenspiel mit der ausgreifenden Armbewegung, die in die Weite deutet, auf seine politischen Ambitionen hin. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine feine und detailreiche Malweise aus, die durch die realistische Auffassung an psychologischer Tiefe gewinnt.
Helmut Börsch-Supan bestätigt in seinem Gutachten vom 26.01.2001 die Autorenschaft der Hofmalerin und bestätigt überdies den Dargestellten als den besagten Erbprinzen.

Ansprechpartner/Ansprechpartnerin:
Dr. Davide Dossi
Fine Art
+49 221 92 58 62 200

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Inventar Nummer: 76127-1