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Los 16 | Georg Baselitz | Ohne Titel (10.I.92)

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Auktionsergebnisse zu: Georg Baselitz
BASELITZ, GEORG
1938 Deutschbaselitz

Titel: Ohne Titel (10.I.92).
Datierung: 1992.
Technik: Gouache auf vier zusammengefügten Bögen 4 FABRIANO (Wasserzeichen).
Maße: 200 x 140cm.
Bezeichnung: Datiert und signiert unten mittig: 10.I.92 G Baselitz.
Rahmen/Sockel: Rahmen. Im Rahmen beschrieben.

Provenienz:
- Galerie Michael Werner, Berlin (zwei Aufkleber)
- Privatsammlung Deutschland

Ausstellungen:
- Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek (Dänemark) 1993
- Centre Georges Pompidou, Paris 1993/1994 (Aufkleber)
- Galerie Noah, Augsburg 2007
- Michael Werner Kunsthandel, Köln 2010
- Michael Werner Kunsthandel, Köln 2016/2017
- Michael Werner Gallery, London 1017
- Michael Werner Gallery, New York 2017/2018

Literatur:
- Ausst.-Kat. Georg Baselitz, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek 1993, Kat.-Nr 47, Abb. S. 54
- Ausst.-Kat. Georg Baselitz - Dessins 1962-1992, Centre Georges Pompidou, Paris 1993, Kat.-Nr. 54, Abb. S. 54

- Großformatige Papierarbeit, die den Spagat zwischen Abstraktion und Figuration wagt
- Die Überkopf gestellten Motive sind zu Baselitz' künstlerischem Markenzeichen geworden und sorgen weltweit für großes Interesse auf dem Kunstmarkt
- Die jüngste Schenkung des Künstlers von insgesamt 100 Zeichnungen an die Albertina in Wien und die Morgan Library in New York unterstreicht die Bedeutung dieser Werkgruppe in seinem Oeuvre

Die großformatige Papierarbeit "Ohne Titel (10.I.92)" von 1992 besteht aus vier zusammengefügten Bögen, die eine charakteristische Gouache eines "Überkopf"-Motivs in schneller, spontaner Pinselführung zeigt. Die breite Schulter- und Brustpartie der Gestalt lässt die Figur massig und starr erscheinen. Der Bildgrund ist mit hellgrüner Gouachefarbe behandelt, gleichzeitig lässt Baselitz einige Stellen frei ohne Farbe. Ähnlich wie bei der Figur, sind die einzelnen Pinselstriche noch deutlich zu erkennen und man kann auf einen sehr schnellen, intuitiven Arbeitsprozess schließen. Vier rote Farbflecken dominieren in der Bildmitte.
Das figurative Element ist bei dieser Arbeit kaum noch zu erkennen und das Werk scheint auf den ersten Blick zunächst völlig abstrakt zu sein. Erst bei genauerer Betrachtung ist die skizzenhafte Gestalt zu erkennen.
Die umgedrehten und verzerrten Figuren sind seit den 1960er Jahren eines der signifikantesten Merkmale im Werk des deutschen Künstlers Georg Baselitz. Indem er die Figuren buchstäblich auf den Kopf stellt, fordert Baselitz die traditionellen Konventionen der Bildbetrachtung heraus. Ähnlich wie bei der hier dargestellten Papierarbeit aus dem Jahr 1992, wird der Betrachter dazu gezwungen, das Bild intensiver zu betrachten und die dargestellten Formen und Farben zu entziffern. Gleichzeitig schafft Baselitz durch dieses stilistische Merkmal eine gewisse Abstraktion, die den Fokus in gelungener Weise auf die expressive Qualität seiner Werke lenkt.
In den 1990er Jahren setzt Georg Baselitz sein künstlerisches Schaffen mit einer beeindruckenden Vielfalt und Experimentierfreude fort. Während dieser Zeit manifestiert sich sein unverkennbarer Stil. Das charakteristische Motiv der umgedrehten Figuren bleibt auch in dieser Phase weiter präsent. Die hier gezeigte Papierarbeit lädt den Betrachter in herausragender Weise dazu ein, das Gewohnte zu hinterfragen und sich auf eine visuelle Reise jenseits der konventionellen Perspektiven einzulassen.

Ansprechpartner/Ansprechpartnerin:
Hilke Hendriksen
Modern, Post War & Contemporary Art
+49 221 92 58 62 305

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Inventar Nummer: 77516-4